Gratiskonten ohne Mindesteinlage – Was sollte beachtet werden?

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Ein kostenloses Konto? Diese Versprechung wird einem heutzutage gefühlt an jeder Ecke gemacht. Beim näheren Hinschauen entpuppt sich das Angebot aber meist als kleine Falle: Damit das Konto auch wirklich kostenlos ist (und/oder bleibt), müssen verschiedene Bedingungen erfüllt sein. Dieser Text zeigt, worauf man auf der Suche nach einem kostenlosen Konto achten sollte.

Welche Tricks wenden Banken bei der Vergabe von Konten an?

Eine Vielzahl an vermeintlich kostenlosen Konten ist nicht kostenlos. Oft handelt es sich erst um ein gebührenfreies Konto, wenn eine gewisse Mindesteinlage  seitens des Kontoinhabers sichergestellt ist. Das heißt im Klartext: Das Konto muss mit einer gewissen Summe Geld gefüllt werden, bevor es eröffnet und genutzt werden kann. Hintergrund dieser Mindesteinlage ist, dass es für die Banken einen erheblichen bürokratischen Aufwand bedeutet, selbst nur für eine Person ein Konto zu Eröffnen. Auch der langfristige Betrieb eines Kontos verursacht laufende Kosten.

Wenn für die Bank bei der Kontoeröffnung kein Zugewinn an Geld zu erwirtschaften ist, lohnt es sich für das Kreditinstitut nicht. Daher fordern viele Banken insbesondere bei der Eröffnung von Festgeldkonten eine bestimmte Mindesteinlage. Meist handelt es sich dabei um einen eher geringfügigen Betrag um die 500 bis 1000 Euro. Oftmals kommen aber noch weitere Kontoeröffnungsbedingungen hinzu. Wie soll man da den Überblick bewahren und die wirklich kostenlosen Alternativen finden? Wer sich genauer über kostenlose Girokonten informieren möchte, sollte sich diesen Kontovergleich von Depotstudent Dominik ansehen.

Gebühren und Mindesteingang bei Tagesgeldkonten

Bei Tagesgeldkonten ist eine Mindesteinlage eher unüblich. Hin und wieder vergeben die Banken allerdings einen Bonus, wenn ein Tagesgeldkonto mit einer bestimmten Mindestsumme eröffnet wurde. Das kann praktisch sein, insbesondere wenn man ohnehin plant, einen größeren Teil seiner Finanzen an ein anderes Konto auszulagern. Bei Tagesgeldkonten verlangen die Kreditinstitute aber hin und wieder einen sogenannten Mindesteingang. Das bedeutet, dass das Konto nur im vollen Umfang zur Verfügung steht, wenn mindestens ein gewisser monatlicher Betrag darauf eingeht.

Manchmal geben Banken auch einen Mindestumsatz pro Jahr an, der auf dem Konto stattfinden soll. Oftmals ist das Angebot, was die Bank den Kunden macht, daher folgendermaßen strukturiert: Wenn der Kunde dafür sorgt, dass auf dem Konto regelmäßig ein gewisser Betrag umgesetzt wird, ist und bleibt es kostenfrei. Bleibt man unter diesem Betrag, werden monatliche Gebühren fällig. Der Hintergrund ist der gleiche wie bei der Mindesteinlage bei Festgeldkonten.

Auch die Eröffnung und der Betrieb eines Tagesgeldkontos verursacht kosten. Gleichzeitig braucht die Bank Kapital, mit dem sie wirtschaften kann. Daher verlangen sie von ihren Kunden, die Konten nicht leer zu lassen oder sie lediglich mit Kleinstbeträgen auszulasten. Mit solchen Modellen wie dem vorgestellt kommen sie dann buchstäblich auf ihre Kosten.

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