Steuerfreie Sachbezüge: Wissenswertes für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

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Bei der Zufriedenheit und Bindung von Mitarbeitern an einen Arbeitgeber zählen steuerfreie Sachbezüge zu den bewährten und häufig genutzten Formen von Benefits. Was genau unter diese Bezeichnung fällt, welche Vorteile auf der Seite von Arbeitgebern und Arbeitnehmern bestehen und welche gesetzlichen Änderungen es gab, das fasst unser Artikel zusammen.

Steuerfreie Sachbezüge: Was zählt dazu?

Mit der Bezeichnung steuerfreie Sachbezüge werden Leistungen eines Arbeitgebers an den Arbeitnehmer bezeichnet, die nicht steuerpflichtig sind. Es handelt sich dabei also nicht um Gehaltszahlungen. Aktuell gilt ein Grenzwert von 44 Euro pro Monat für steuerfreie Sachbezüge. Wird dieser Wert überschritten, sind die Zuwendungen in voller Höhe steuerpflichtig und sozialversicherungspflichtig. Hier erfährt man mehr darüber, was ein steuerfreier Sachbezug ist und was dabei zu beachten ist. Ein steuerfreier Sachbezug ist ein beliebtes Mittel der Mitarbeiterbindung und um besondere Leistungen von Angestellten durch eine Zuwendung zu honorieren.

Im Gegensatz zu einer Gehaltserhöhung kommt er dem Angestellten in voller Höhe und ohne steuerliche Abzüge zu Gute. Bei einer Gehaltserhöhung aufgrund besonderer Leistungen hingegen ist das zusätzliche Gehalt steuerpflichtig und dem Arbeitnehmer steht nur ein geringerer Nettobetrag zur Verfügung. Auch Arbeitgeber profitieren von dieser Form der Zuwendung, denn sie sind sozialversicherungsfrei und lassen sich als Betriebsausgabe absetzen. Klassische Beispiele solcher steuerfreien Sachbezüge sind Gutscheinkarten, die Übernahme von Kosten für eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio oder für andere gesundheitsfördernde Leistungen, Verpflegungszuschüsse und ähnliche Benefits.

Die Zuteilung von steuerfreien Sachbezügen an Mitarbeiter ist für Unternehmen inzwischen auch vollständig online über spezielle Anbieter möglich. Hierbei setzen diese Anbieter auf eine eigene App, über die den Mitarbeitern zu einem individuell festlegbaren Zeitpunkt Benefits zukommen, die anschließend auf unterschiedliche Weise einlösbar sind. Diese Form des Sachbezugs ist für Unternehmen besonders zeitsparend und sicher umsetzbar. Außerdem bietet sie den Angestellten einen Zugriff auf zahlreiche Möglichkeiten zum Einlösen der Benefits.

Was hat sich im Hinblick auf steuerfreie Sachbezüge geändert?

Bereits zum 1. Januar 2020 gab eine eine gesetzliche Änderung, die steuerfreie Sachbezüge betrifft. Seitdem sind sowohl zweckgebundene Geldleistungen als auch nachträglich getätigte Kostenerstattungen kein Sachbezug mehr und somit voll steuerpflichtig. Es gelten jedoch Ausnahmen, unter denen Gutscheine und Geldkarten auch weiterhin als Sachbezug eingestuft werden und bis zu einer Höhe von monatlich 44 Euro steuerfrei bleiben. Hierzu muss zum Beispiel gewährleistet sein, dass ein Gutschein ausschließlich zum Erwerb von Dienstleistungen und Waren nutzbar, aber nicht in Bargeld umwandelbar ist und ein Umtausch gegen Barauszahlung ausgeschlossen wird.

Außerdem ist diese Regelung ausschließlich auf Deutschland beschränkt. Eine weitere Änderung wird zu Beginn des Jahres 2022 in Kraft treten. Sie bezieht sich auf die maximale Höhe der steuerfreien Sachbezüge, denn diese wird mit Wirkung zum 1. Januar 2022 von 44 auf 50 Euro pro Monat angehoben.

 

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