Was ist eine Zuschussrente? – Hintergründe und Ziele im Überblick

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Eine Zusatzrente soll die Altersarmut verhindern. Andere Schlüsselwörter hinsichtlich dieser Alternative sind Riesterrente und Kombirente. Seit 2013 profitieren die Arbeitnehmer von der Zuschussrente, die die Altersrente vorzeitig beziehen möchten, aber weiterhin arbeiten wollen.

Wer seit Jahren zu Niedriglöhnen gearbeitet hat, kann seine künftige Niedrigrente aus maximal 850 Euro aufstocken. Dafür muss ein Antrag auf Zuschussrente gestellt werden. Eine Betriebsrente oder eine Riesterrente wird laut den Plänen der Bundesregierung in Bezug auf die Zuschussrente nicht verrechnet.

Abgeänderte Zuschussrente

Den heutigen Presseberichten zufolge, wird die staatliche Zusatzrente allen Geringverdienern nach Antrag gewährt. Kernpunkte der Rentenreform sind eine modifizierte Zuschussrente, die auf jeden Fall aus Steuermitteln finanziert wird, eine Besserstellung aller Mütter, die durch die Kindererziehung weniger Beiträge zu zahlen haben und eine bessere Förderung von Betriebs- und Riesterrenten.

Nachdem es Kritik aus dem Wirtschaftsbereich der Union und der FDP gab, dass die finanzierte Zuschussrente zum Teil aus den Beitragsmittel, wird seit 2012 der Steueranteil für die Rentenkasse Schritt für Schritt erhöht. Ab dem Jahre 2025 soll die Zuschussrente komplett aus den Steuermitteln finanziert werden. Bis 2016 kostete der Steuerzuschuss rund 750 Millionen Euro. Eine Besserstellung aller älteren Mütter aus der Rentenversicherung ist ebenfalls erarbeitet worden.

Die Kindererziehungszeiten für Mütter mit ihren Kindern, die vor dem Jahre 1992 auf die Welt gekommen sind, werden gewährleistet. Seit Ende 2012 steht fest, dass die Zuschussrente aus Steuermitteln finanziert wird. Es können die Niedrigrenten von Geringverdienern, die auch mehr als 40 Beitragsjahren hinter sich haben, sowie private Zusatzversorger, die unter der Grundsicherung liegen, aus den Steuermittel aufgestockt werden.

Das Ziel der Zuschussrente

In der heutigen Zeit gibt es über 20 Millionen Rentner, die in Deutschland ansässig sind. Etwa mehr als 400.000 Menschen brauchen eine Zusatzleistung vom Staat in Form einer Grundsicherung, weil die Rente unterhalb des Minimums liegt. Dachleute gehen davon aus, dass kurze Beschäftigungszeiten, Langzeitarbeitslosigkeit oder Arbeit mit Niedriglohn am Ende letztendlich als arme Rentner dastehen werden. Am Anfang haben über 50.000 Menschen von der Zuschussrente profitiert. Ab 2030 werden es bis zu 1,4 Millionen Menschen sein, die eine Zuschussrente beantragen können und gewährt werden wird.

Zuschussrente als wesentliches Instrument im Abwehr gegen die Altersarmut

Die Bundesregierung hat sich ein Paket, bestehend aus verschiedenen Bestandteilen, überlegt, um die Altersarmut ein wenig einzudämmen. Im Mittelpunkt steht die Zuschussrente. Aber was ist eine Zuschussrente. Über Jahrzehnte hinweg arbeiten die Menschen sind zu Niedrigrenten. Zunächst war in erster Linie vorgesehen, dass es zu einer Aufstockungsmöglichkeit kommen sollte, damit die Rentenanforderungen der Betroffenen verdoppelt werden kann.

Die monatliche Rentenobergrenze liegt bei 850 Euro. Erst kam die Aufstockung, dann die Verdoppelung des Rentenanspruchs. Wer beispielsweise als Niedrigverdiener einen Rentenanspruch von 400 Euro hat, kann das nun auf 800 Euro verdoppelt. Bei einer Rente von 600 Euro, gibt es nur einen Teil von 250 Euro dazu.

Hintergrund Altersarmut

Gegenwärtig beziehen mindestens 480.000 (2,4 %) der 20 Millionen Rentner aus Deutschland eine Grundsicherung von etwa 688 Euro. Diese werden als sogenannte Aufstocker bezeichnet und bekommen als Zusatz Sozialleistungen. Nach den derzeitigen Berechnungen des Bundesarbeitsministeriums wird die Rentneranzahl, die eine außerordentliche Grundsicherung brauchen, eines Tages hochschnellen.

Experten rechnen damit, dass ab dem Jahre 2030 die Arbeitnehmer, die heutzutage noch mit 2.500 Euro brutto monatlich nach Hause gehen und mindestens 35 Jahre Vollzeit arbeiten, als Ergänzung Sozialhilfeleistungen beantragen. Die gesetzliche Rente erzielt sodann die Grundsicherung.

Hintergrund Rentensystem

Die momentan bestehende gesetzliche Rente ruht sozusagen auf ein Umlagesystem. Es besteht ein Generationenvertrag. Fest steht, dass jeder Arbeitnehmer in die Rente von HEUTE einzahlt. Dabei vollzieht sich hierzulande ein demografischer Wandel. Es gibt viel zu wenig Erwerbsfähige, aber mehr ältere Menschen. Durch die Erhöhung des Rentenalters dient dazu, dass dadurch der Effekt reduziert wird. Das ist aber nicht möglich, komplett einen Ausgleich zu finden.

Gleichzeitig wächst auch die Anzahl der Minijobber, der Niedriglohnsektor sowie die Teilzeitarbeitnehmer. Insbesondere diese Gruppen können nur geringe Beiträge in die Rentenversicherung einzahlen. Im Vergleich dazu steigt die Selbstständigkeitsanzahl stetig an, die mitnichten in die Rentenkasse einzahlen.

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