Datenberge: Warum wird Big Data für Unternehmen immer wichtiger?

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Durch die zunehmende Digitalisierung führt mittlerweile auch an Big Data kein Weg mehr vorbei, auch wenn zahlreiche Unternehmen dem Thema nach wie vor eher skeptisch gegenübertreten. Doch worum handelt es sich dabei überhaupt genau, welche konkreten Anwendungsszenarien sind bereits zur Realität geworden und welche Trends werden für die Big Data-Technologien von Experten prognostiziert?

Warum erzeugt die zunehmende Digitalisierung immer größere Datenmengen?

Ob E-Mails, Präsentationen oder Kurznachrichten: Jeder von uns produziert in der digitalen Welt enorme Mengen an digitalen Daten und natürlich erfolgt auch in Unternehmen mittlerweile fast alles digital. Täglich werden von Menschen und Maschine zahlreiche neue Daten generiert und nicht zuletzt trägt auch die fortschreitende Vernetzung der Menschen und natürlich verschiedenen Maschinen zu einer riesigen Datenflut bei.

Diese Masse an Informationen werden von immer mehr Firmen dafür genutzt, relevante Entscheidungen auf Basis von Datenanalysen zu treffen. Damit kann ein Unternehmen die gewonnenen Erkenntnisse aus den Datenmengen letzten Endes nutzbringend für eigene Zwecke anwenden.

Was bedeutet Big Data?

Bisher gibt es für den Begriff „Big Data“ schon diverse Erklärungsversuche und natürlich auch umfangreiche Definitionen. Im Grunde handelt es sich dabei um einen Oberbegriff: Big Data bezeichnet die Auswertung großer und meist heterogener Datenmengen über fortgeschrittene Analysen. Einfach gesagt: Mit Big Data sind komplexe Datensätze gemeint, die dermaßen umfangreich sind, dass eine Verwaltung mit einer herkömmlichen Datenverarbeitungssoftware nicht möglich ist. Allerdings lassen sich die massiven Datenvolumina einsetzten, um geschäftliche und bislang unlösbare Probleme anzugehen.

Für welche Zwecke kommt Big Data bereits zum Einsatz?

Big Data kann von einem Unternehmen in den verschiedensten Geschäftsszenarien verwendet werden – von den klassischen Prozessanalysen bis hin zum Kundenerlebnis. Das große Potenzial haben bis jetzt vor allem Informationswirtschaft, neue Medien und der Telekommunikationsbereich erkannt, wie eine kürzlich veröffentlichte Studie des Bundesverbands zeigt.

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Hier werden insbesondere einfache Methoden eingesetzt, wie beispielsweise eine Analyse interner Kunden- oder Firmendaten für das Qualitätsmanagement. Einen Mehrwert für die eigene Firma zu generieren gelingt dabei in erster Linie der Logistik- und Transportbranche: Bereits zwei Drittel aller Unternehmen aus diesem Industriezweig nutzen solche Methoden um die Effizienz zu steigern.

Welche Chance und auch Risiken ergeben sich dadurch für Unternehmen und Verbraucher?

Die Unternehmen setzen große Erwartungen in Big Data: Höhere Gewinne sollen natürlich ebenso erzielt werden wie ein besseres Marktverständnis, denn schließlich werden kontinuierlich Daten gesammelt und ausgewertet. Damit kann stets ein Blick auf den aktuellen Markt und dessen Chancen geworfen werden. Die Entscheider rechnen hier durch die Erkenntnisse von Big Data mit gravierenden Konsequenzen, weil schnell und flexibel auf Veränderungen am Markt reagiert werden kann.

Schon jetzt schreitet Big Data unaufhaltsam voran: Die automatisierte Erfassung, Nutzung, Auswertung und Analyse von großen Datenmengen können ausschließlich durch vernetzte Rechenzentren bewerkstelligt werden. Allerdings erfordert der Umgang mit Big Data eine neue Zuständigkeit: Aufgrund der stetig voranschreitenden Technologien und Möglichkeiten sind gut ausgebildete, motivierte Fachkräfte im Bereich Webdevelopment notwendig, die sodann die Gesamtverantwortung für das Auswerten und Sammeln der Daten tragen. Ein häufiges Problem: Besonders in Deutschland besteht aktuell ein hoher Fachkräftemangel im IT-Bereich.

Warum ist das Thema Datenschutz ich Sachen Big Data so wichtig?

Die Frage nach der Sicherheit ist natürlich ganz eng mit der Datenspeicherung und dem Datenschutz verbunden: Wer darf und kann wann welche Daten wo speichern oder auf diese zugreifen? Der Sicherheitsaspekt ist derzeit das zentrale Thema, wenn es um den Einsatz von Datenanalysen geht. Faktoren wie Recht und Sicherheit schränken selbstverständlich den Handlungsrahmen eines Unternehmens beim Einsatz umfassender Analysen ein, denn die zunehmende Digitalisierung birgt durchaus auch einige Risiken.

Der Ausfall der IT-Systeme, ausländische Cyberattacken, der jüngste Fall von Politiker-Datenklau oder sogar der Verlust von wichtigen Daten zeigen wie die Existenz eines Unternehmens bedroht werden kann. Die Anforderungen an die Sicherheit steigen stetig und verändern sich gleichzeitig. Laut einer aktuellen Studie ist derzeit noch jedes zweite Unternehmen einem digitalen Angriff hilflos ausgesetzt. Mit dem Thema wollen sich aber dennoch nur die wenigsten Firmen auseinandersetzen.

Leider haben heute noch immer zahlreiche Firmen keinen Ansprechpartner, der für den Schutz der Informationen zuständig ist. Es besteht deshalb in diesem Bereich erheblicher Nachholbedarf, denn ein Unternehmen, was seine Daten langfristig nicht schützen kann, wird heutzutage auch nicht überleben können.

Fazit

Unaufhaltsam schreitet die Entwicklung voran: Schon heute spielt Big Data in vielen Unternehmensbereichen eine wichtige Rolle, denn hierdurch kann die Entwicklung einer Firma erheblich beeinflusst werden. Der Umgang mit einer automatisierten Analyse, Erfassung und Nutzung von riesigen Datenmengen erfordert jedoch auch spezielle Fachkräfte, die sich in Vollzeit und mithilfe von vernetzten Rechenzentren sowohl dem Thema Big Data widmen, als auch um die sicherheitsrelevanten Bereiche.

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