Warum Diversifikation essentiell für ein Portfolio ist

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Wer an der Börse einsteigt, sollte einige Grundregeln beachten. Sie dienen nicht nur dazu, typische Fehler zu vermeiden, sondern erhöhen auch die Erfolgschancen auf Gewinne. Die Diversifikation beschreibt die Höhe der Streuung eines Depots, also: in wie viele verschiedene Anlageformen beziehungsweise Produkte investiere ich?

Lege nicht alle Eier in einen Korb

Das ist die umgangssprachliche Formulierung dieser Grundregel. Je breiter das Geld gestreut wird, desto niedriger ist das Risiko eines (Total-)verlusts. Dies kann zum einen erreicht werden, indem Sie in verschiedene Produkte einer Anlageklasse investieren, also zum Beispiel in mehrere Unternehmen bei Aktien. Die zweite Möglichkeit: Sie legen Ihr Geld nicht nur in eine, sondern auch hier mehrere Anlageklassen an. Aktien, Fonds, Immobilien, Rohstoffe und Anleihen stellen die bekanntesten dar.

Für eine gesunde Diversifikation ist darauf zu achten, dass die Wertpapiere nicht zu stark miteinander korrelieren, was die Wertentwicklung betrifft. Wenn Sie etwa in verschiedene Unternehmen einer bestimmten Branche investieren, besitzen Sie zwar unterschiedliche Aktien, aber sie alle sind von einem Wirtschaftszweig abhängig. Geht es diesem nicht gut, so kann es sein, dass es all Ihren Aktien dementsprechend nicht gut gehen wird.

Die goldene Mitte

Das andere Extrem ist jedoch auch nicht unbedingt die beste Lösung. Streuen Sie Ihr Portfolio zu breit, ist das Risiko zwar womöglich sehr minimiert, aber andere negative Effekte treten auf. Bei zu vielen Wertpapieren verliert man schnell den Überblick über die einzelnen Positionen. Sie werden länger damit beschäftigt sein, Ihre nächsten Schritte vorzubereiten.

Besitzen Sie überhaupt genügend Liquidität, dass Sie bezüglich der einzelnen Positionen nachkaufen könnten? Des Weiteren sind viele Positionen gleichbedeutend mit vielen Transaktionen und das heißt, es fallen häufiger Gebühren an. Dieser Faktor darf bei der Wertentwicklung eines Depots nicht unterschätzt werden. Langfristig spielen bereits Gebührenunterschiede im Zehntelprozentbereich eine gewichtige Rolle.

Der berühmte Fonds

Fonds sind eine der berühmten Anlagemöglichkeiten, um sein Kapital möglichst breit zu streuen. Die Grundidee dieses Anlageprodukts: viele Anleger investieren einen selbst bestimmten Betrag in einen imaginären Korb. Dieser besteht aus einigen, verschiedenen Produkten. Durch das insgesamt hohe Kapital aller Teilnehmer zusammen ist es der entsprechenden Fondsgesellschaft möglich, nicht nur in ein, sondern viele Wertpapiere zu investieren.

Aktienfonds zum Beispiel legen das Geld in Aktien an. So können Sie zum Beispiel in einen Fonds investieren, der auf den MSCI World setzt. Dieser Index enthält mehr als 1600 Unternehmen aus aller Welt. Sie alleine hätten wohl kaum das Kapital, um in all diese Unternehmen einzeln zu investieren. Da es jedoch tausende, ja womöglich Millionen von Menschen tun, kann es die Fondsgesellschaft vertretend für Sie und die anderen Anleger ausführen.

Das war es noch nicht

Bedenken Sie, dass die Diversifikation nur eine von mehreren Grundregeln darstellt, die es zu beachten gilt. Aus der Vergangenheit kann man viel lernen, so auch bezüglich der Dotcomblase. Viele Ottonormalbürger investierten damals voller Euphorie in Technologieaktien, etwa die berühmte Telekom, ohne jedoch mit eigenen Worten erklären zu können, was überhaupt eine Aktie ist. Kaufe nur, was du verstehst. Eine weitere wichtige Börsenweisheit.

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