Tierversicherungen – Was man vor einem Abschluss beachten sollte

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Hund, Katze, Pferd und andere Haustiere begleiten ihre Besitzer für viele Jahre. Gegen Kosten in dieser Zeit durch Krankheit oder Sachschäden helfen Versicherungen. Allerdings bietet nicht jeder Tarif die gleich guten Konditionen. Ein Vergleich vor dem Abschluss einer Tierversicherung spart den Besitzern über die Jahre viel Geld.

Haftpflichtversicherung für Haustiere

Eine Haftpflichtversicherung kommt für Schäden auf, die von Tieren an den Sachen Dritter verursacht werden. Das können auch Personenschäden sein, beispielsweise durch einen Hundebiss. Die besten Tarife in diesem Bereich übernehmen Schäden auch, wenn diese während der Betreuung der Vierbeiner durch dritte Personen entstanden sind. Wichtig für einen preisgünstigen Abschluss ist die Überlegung einer Selbstbeteiligung.

Diese kann den monatlichen Beitrag deutlich senken. Doch sollte der erlangte Rabatt über die Jahre in einer Verhältnismäßigkeit zum Tier stehen. Denn eine Katze in Wohnungshaltung wird voraussichtlich nur geringe Sachschäden verursachen. Über eine Selbstbeteiligung käme der Versicherungsschutz dann möglicherweise gar nicht zum Tragen.

Vorteilhaft beim Abschluss einer Tier-Haftpflichtversicherung sind bei den meisten Versicherern die Konditionen für mehr als ein Haustier. Bei manchen Anbietern beziehen sich die Vergünstigungen nur auf eine Tierart, also beispielsweise mehrere Hunde oder Katzen. Andere geben die Beitragsrabatte auch auf ein Komplettpaket mit unterschiedlichen Haustieren.

Tierkrankenversicherung

Eine Tierkrankenversicherung ist ab Anschaffung für jedes Haustier vorteilhaft. In ihr sind Diagnostik und Behandlung beim Tierarzt, Kosten für Unterbringung, Medikamente oder sogar Operationen inbegriffen. Doch Achtung: Je nach Versicherungsinhalt können sich Zusatzleistungen drastisch auf den Versicherungsbeitrag auswirken.

Beim Vergleich der Tarife und Vergleich zur Tierversicherung muss speziell für die Tierkrankenversicherung auch beachtet werden, dass nur wenige Versicherungsgesellschaften dieses Leistungspaket anbieten. In Deutschland übernehmen gerade einmal fünf Versicherer solche Kosten gegen einen Monatsbeitrag. In einigen der Verträge ist die OP Versicherung nicht inbegriffen.

Aber gerade OP-Kosten können schnell vierstellige Beträge erreichen, vor allem bei älteren Haustieren oder nach Unfällen. Es lohnt sich daher, beim Versicherer speziell nach einer solchen Tierversicherung zu fragen. Eventuell kann dies eine beitragspflichtige Zusatzklausel in der bereits vorhandenen Tierkrankenversicherung werden.

Besondere Versicherungskonditionen einiger Tierversicherungen

Versicherungsschutz für Arbeitshunde stellt eine Sonderposition in den Tierversicherungen dar. Gegen deren Risiko für Unfälle können Rettungs-, Such- und Wachhunde oder Blinden- und Therapiehunde versichert werden. Auch Jagdhunde sind einem besonderen Risiko ausgesetzt und sollten über eine eigene Hundekrankenversicherung geschützt werden.

Tierbesitzer über 40 oder über 50 dürfen ihre Haustiere ebenfalls zu besseren Bedingungen versichern. In diesen Fällen bieten einige Versicherungen auch die Übernahme von Schäden an, die dem eigenen Haustier zugefügt werden. Es handelt sich also um eine erweiterte Haftpflichtversicherung, deren Beiträge aber je nach Versicherer nur geringfügig höher als für durchschnittliche Tierversicherungen sind.

Fazit

Tierversicherungen werden nur von wenigen Versicherungsgesellschaften angeboten. Die Beiträge sind im Vergleich zu möglichen Kosten für Schäden Dritter, Krankheit oder Unfälle niedrig. Einige Versicherer bieten zusätzlich günstigere Konditionen für Arbeitstiere oder ältere Tierbesitzer an.

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