Riestern in der Elternzeit: Wie man die volle Förderung bekommt

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Als die Riester-Rente ins Leben gerufen wurde, war sie vor allem für Arbeitnehmer gedacht. Doch auch in der Elternzeit kann sich das Riestern lohnen und selbst danach gibt es Möglichkeiten, die volle Höhe der Zulagen zu erhalten. Aber es müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.

Erst im zweiten Elternjahr wird es lukrativ

Um die volle Höhe der Riester-Zulagen zu erhalten, müssen mindestens 4 Prozent des Bruttoeinkommens aus dem Vorjahr eingezahlt werden. Das Elterngeld aber gilt nicht als Einkommen.

Beispiel: Ein Arbeitnehmer hat 2013 ein Jahreseinkommen von 50.000 Euro. So müssen im darauffolgendem Jahr 4 Prozent des Vorjahreseinkommen in die Riester-Kasse eingezahlt werden, um die Förderung zu erhalten. Das sind jährlich 2.000 Euro. Der Betrag verringert sich durch die Zulagen. Ist der Arbeitnehmer verheiratet und hat ein 2008 geborenes Kind, so bekommt dieser 608 Euro Zulagen für die ganze Familie und muss nur noch 1.392 Euro einzahlen.

Wer nur die Hälfte des vorgeschriebenen Mindestbeitrag einzahlt, bekommt auch nur die Hälfte. Das gilt ebenso in der Elternzeit. Doch wirklich von der staatlichen Förderung profitieren, kann man erst ab dem zweiten Elternjahr. Denn im ersten Jahr der Elternzeit wird das Einkommen aus dem Vorjahr angerechnet, sodass oft mehrere tausend Euro im Jahr aufgebracht werden müssen, um die volle Förderung der Riester-Rente zu bekommen.

Im zweiten Elternjahr hingegen reicht ein jährlicher Sockelbetrag von 60 Euro aus, um die komplette Zulage zu erhalten.

Auch nach der Elternzeit nicht auf Riester-Zulagen verzichten

Wenn sich nach der Elternzeit ein Elternteil ausschließlich um die Kindererziehung kümmert und nicht einem Job nachgeht, gibt es dennoch Möglichkeiten, Förderungen für die Riester-Rente zu erhalten. Bei Verheirateten reicht es aus, dass es eine förderberechtigte Person gibt. Diese muss weiterhin 4 Prozent des Bruttoeinkommens aus dem Vorjahr in die Riester-Kasse einzahlen, um die volle Höhe der Zulagen zu erhalten. Gehen beide Elternteile nach der Elternzeit wieder arbeiten, so gilt im vierten Jahr das Einkommen des Vorjahres.

Doch was ist mit Alleinerziehenden?

Sie haben selbst dann ein Anrecht auf die komplette Förderung der Riester-Rente, wenn sie nach der Elternzeit ALG I oder II beziehen. Denn auch dann gehört man zu den Pflichtversicherten. In der Regel reicht es aus, den Sockelbetrag von 60 Euro einzuzahlen, um die Zulagen zu erhalten. So haben auch geringverdienende oder alleinerziehende Eltern die Möglichkeit, sich eine Altersvorsorge aufzubauen.

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