Der Realisierungsfahrplan – Ein wichtiger Bestandteil des Businessplans

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Um vor einer Geschäftsgründung eventuellen Kapitalgebern aufzuzeigen, in welcher Form die Gründung erfolgen soll, ist ein Realisierungsfahrplan notwendig. In diesem werden die wichtigsten Punkte dargestellt, die die zukünftige Entwicklung der Firma beschreibt und erklärt, bis zu welchen Zeitpunkt dies realisiert werden soll.

Gantt-Diagramm

Hierbei handelt es sich um einen Balkenplan. In diesem wird grafisch, auf einer Zeitachse angeordneten Balken, der zeitliche Ablauf der Aktivitäten dargestellt. Somit ergibt sich eine Übersicht, wie die Realisierung verlaufen soll, in welchem Zeitraum und in welcher Reihenfolge die Aktivitäten stattfinden sollen. Gut durchdacht und gestaltet erhöht dies die Glaubwürdigkeit bei den Kapitalgebern.

Die Unternehmensplanung sollte systematisch aufgebaut und durchdacht sein sowie alle Teilplanungen enthalten. Besonderes Augenmerk ist hier auf die Finanzplanung und die Realgüterplanung zu legen. Wichtig ist, hier nicht zu optimistisch zu planen, denn dies kann dazu führen, dass die gesamte Unternehmung gefährdet ist.

Sämtliche Annahmen sollten mit Zahlen belegt und ein Puffer eingeplant sein. Da der Plan die Grundlage der Geschäftsplanung ist, ist seine Nutzung auch weiterhin sinnvoll, um den aktuellen Stand der Unternehmung vor Augen zu haben und zu erkennen, welche Maßnahmen noch notwendig sind.

Realgüterplanung

Der Realisierungsfahrplan verdeutlicht das Unternehmenswachstum. Dies geschieht in Form der Realgüterplanung, in der dargestellt ist, welche Maschinen, Gegenstände und Personal im ersten Jahr der Gründung nötig sind. Die Realgüterplanung untergliedert sich in mehrere Teilplanungen.

Preis- und Absatzplanung

Hierbei handelt es sich um eine Kurzfassung der Produktbeschreibung und Marketingplanungsaussagen. Ebenfalls sind hier die jeweiligen Wachstumsstufen dargestellt.

Produktions- und Beschaffungsplanung

Diese ermöglicht jederzeit in entsprechender Qualität und Menge Produkte herzustellen. In dieser Planung sind alle Schritte für das Herstellungsverfahren und der Logistik inklusive der benötigten Zeit festgeschrieben. Auch die Höhe der Produktionskosten ist hier genau festgehalten.

Personalplanung

Nur eine gute Personalplanung stellt sicher, dass genügend qualifizierte Mitarbeiter dem Unternehmen zur Verfügung stehen. Entsprechend ist der Personalbedarf jedes einzelnen Bereiches der Unternehmung für einen Zeitraum von fünf Geschäftsjahren darzustellen. Zu beachten ist, dass sich bei einer positiven Entwicklung des Unternehmens auch eine erhöhte Personalzahl von Nöten ist. Auch die benötigten Personalkosten sind gründlich auszuzeichnen. Je nach Branche, Mitarbeiter und Qualifikation unterscheiden sich die Lohnkosten.

Investitionsplanung und Abschreibungen

Steigt die Nachfrage, ist die Produktionskapazität zu erhöhen. Hier müssen die dafür notwendigen und zu aktivierenden Investitionen für die ersten fünf Geschäftsjahre festgehalten sein. Betriebswirtschaftlich bedeuten Abschreibungen einen Werteverlust des Unternehmensvermögens innerhalb einer festgelegten Zeit. Dabei ist die Höhe der Abschreibungen von der vorher geplanten und gesetzlich geregelten Dauer der Nutzung abhängig.

Für Abschreibungen gibt es mehrere Methoden, wobei die lineare Abschreibung die Häufigste ist. Dies bedeutet, dass bei gleichen Jahresbeträgen der Wert abgeschrieben wird.

Finanzplanung

Hier ist der Kapitalbedarf, der für die Gründung der Unternehmung notwendig ist und das umfassende Finanzierungskonzept dargestellt. Inhalte sind beispielsweise das Eigenkapital und eventuelles externes Kapital.

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