Projekt Eigenheim: Möglichkeiten einer Hausfinanzierung

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Lange galt Deutschland als europäisches Schlusslicht beim Wohnen im Eigenheim, die Deutschen mochten aus unterschiedlichen Gründen ihre Mietwohnungen sehr. In den vergangenen Jahren zeichnet sich aber eine langsame Trendwende ab: Explodierende Mieten in den Großstädten und niedrige Zinsen auf Sparguthaben lassen das Eigenheim für viele Deutsche attraktiver wirken. Grund genug, einen Blick auf die vielen Finanzierungsmodelle zu werfen, die es dafür gibt.

Wie viel Haus kann ich mir eigentlich leisten?

Bevor es an die Finanzierungsmöglichkeiten geht, sollten sich potentielle künftige Hausbesitzer vor allem einen Überblick über ihr zur Verfügung stehendes Eigenkapital verschaffen. Anhand des Eigenkapitals können sie leicht abschätzen, wie viel ihr Haus samt Grundstück überhaupt kosten darf. Es gibt keine Faustregel dafür, wie viel Eigenkapital mindestens eingebracht werden sollte, um einen Hauskauf finanzieren zu können. Fakt ist allerdings, dass viele Banken niedrigere Bauzinsen gewähren, wenn mit dem Einbringen von Eigenkapital das Finanzierungsrisiko langfristig gesenkt wird.

Der Anbieter Baufi24 gehört deutschlandweit zu den größten Portalen für Baufinanzierungen und gibt Interessenten zahlreiche Informationen an die Hand. Zudem bieten die Experten einen Vergleich verschiedener Banken und Finanzierunganbietern und ermöglichen so optimale Finanzierungsmöglichkeiten für ihr Bauvorhaben.

Daneben gibt es auch noch sogenannte 100-Prozent-Finanzierungen, bei denen die gesamte Kaufsumme mit geliehenem Geld abgedeckt wird. Der Kreditnehmer zahlt hierbei nur noch die Kaufnebenkosten aus eigener Tasche. Das ist verlockend, birgt aber auch ein größeres Finanzierungsrisiko und eine insgesamt längere Laufzeit. Nicht selten laufen Kredite mit 100- oder sogar 110-Prozent-Finanzierung (so heißt der Begriff für eine Übernahme der Kaufkosten samt Nebenkosten) 30 Jahre und länger.

Augen auf: Zinsniveau bei der Finanzierung

Viele Kreditinstitute locken bei der Baufinanzierung mit äußerst günstigen Krediten und versprechen ein stabiles Zinsniveau abhängig von einer bestimmten Entwicklung der Zinsen. Finanzexperten wissen allerdings: Über einen Zeitraum von zehn bis fünfzehn Jahren kann niemand eine Zinsentwicklung tatsächlich präzise vorhersagen. Deswegen sind solche Modelle zwar verlockend, aber unzuverlässig und äußerst riskant.

Statt das Zinsniveau für die Zukunft vorhersagen zu wollen, eignet sich eher ein Blick auf die Gegenwart: Aktuell sind die Zinsen für sämtliche Spareinlagen äußerst niedrig. Deswegen ist es durchaus keine schlechte Idee, sein Kapital in einen materiellen Wert zu verwandeln, der in der Regel sogar wächst. Wer noch darüber nachdenkt, wie viel Eigenkapital er für ein Finanzierungsmodell wirklich zur Verfügung stellen möchte, sollte diese Entscheidung vor allem vom gegenwärtigen Zinsniveau abhängig machen.

In aller Regel ist das Geld auf der Bank deutlich schlechter angelegt als in Form einer Immobilie. Übrigens: Wer beim Hausbau selber Hand anlegen kann und will, spart zusätzliche Kosten. Banken ermöglichen bei der Hausfinanzierung oft einen kleinen Spielraum für (realistische) Eigenleistungen. Die dadurch gesparten Kosten können wiederum als Eigenkapital eingebracht werden, was unter Umständen sogar den Zinssatz für den Baukredit senken kann.

Wer sich also bezüglich verschiedener Finanzierungsmodelle beraten lässt, sollte die Möglichkeit von Eigenleistungen wenigstens auf dem Schirm haben, um die für ihn optimal Konfiguration für einen Hausbau herauszuholen.

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