Private Altersvorsorge ab 50 – Das ist zu beachten!

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Altersvorsorge ist im Sprachgebrauch ein Sammelbegriff für die Summe aller finanziellen Maßnahmen und Vorkehrungen für das spätere Alter. Gemeint ist damit das Rentenalter als derjenige Lebensabschnitt, der auf das Erwerbsleben folgt. Grundsätzlich gilt, und das ist nur logisch, dass schon in frühen Jahren mit der Altersvorsorge begonnen werden sollte. Denn in späteren Jahren kann nur das zur Verfügung stehen, was zuvor angeschafft, in dem Sinne gespart und vermehrt worden ist.

Doch keineswegs jede Lebensbiografie bietet diese ideale und gradlinige Möglichkeit. Es gibt vielfältige Gründe, aus denen bis ins mittlere Alter, sozusagen bis zu Beginn der Fünfziger, keine gezielte Altersvorsorge aufgebaut werden kann. Doch auch jetzt ist es dafür noch nicht zu spät. Dem Vorsorgenden im fortgeschrittenen Alter sollte bewusst sein, dass er in der verbleibenden, deutlich verkürzten Zeit dementsprechend intensiver fürs Alter vorsorgen muss. Er muss, bildlich gesprochen, die vergangenen zwei, drei Jahrzehnte in den verbleibenden ein bis anderthalb Jahrzehnten nachholen. Das ist nicht einfach, aber auch nicht unmöglich.

Private Altersvorsorge mit staatlicher Förderung

Um die spätere Einkommenssituation auf der Einnahmeseite zu verbessern, muss Kapital angesammelt und aufgebaut werden. In großen Schritten, sprich bei einer hohen Sparrate ist das sowohl mit der Riester-Rente als auch mit der Rürup-Rente möglich. Riestern heißt, dass der Staat Jahr für Jahr zusätzlich zur eigenen Sparsumme einen Zuschuss auf das Sparkonto überweist. Beides korrespondiert von der Höhe her miteinander. Die Rürup-Rente ist ein privates Sparen, das mit einer hohen Steuervergünstigung staatlich gefördert wird.

Um diese Förderung in vollem Umfange nutzen zu können, ist ein dementsprechend hohes Einkommen erforderlich. Das zu versteuernde Jahreseinkommen reduziert sich deutlich, und damit auch die tatsächliche Steuerlast. Die dadurch eingesparte Ausgabe für die Einkommensteuer wird zur Altersvorsorge verwendet.

Betongold Immobilie – Schneller zum schuldenfreien Eigenheim

Eine nach wie vor gefragte Form der Altersvorsorge ist das Immobilieneigentum. Zum Zeitpunkt des Renteneintritts mit dem dazugehörigen verringerten Einkommen werden die Ausgaben für den Lebensalltag gesenkt. Das Eigenheim oder die Eigentumswohnung ist schuldenfrei, sodass die vergleichbaren Kosten für eine Kaltmiete ersatzlos entfallen. Übrigbleiben die Energie- sowie die Betriebskosten. Ein Immobiliendarlehen innerhalb von 10 bis 15 Jahren zu tilgen ist kein Problem, sondern eine Frage des Tilgungssatzes, der Monatsrate für den Schuldendienst und insofern der Bonität im weitesten Sinne.

Die ist erfahrungsgemäß ab dem mittleren Alter deutlich besser als in den Berufsanfängen. Der Begriff Betongold vermittelt ein Sicherheitsgefühl, dass der Wert einer Immobilie in wirtschaftlichen Krisenzeiten durchgehend stabil bleibt. Die Immobilie wird von Rezession, Inflation und Deflation weitgehend verschont, vergleichbar mit der Beständigkeit des Goldwertes.

Wertpapiere, Investmentfonds sowie private Rentenpolicen

Der Fokus muss in diesen Jahren darauf ausgerichtet sein, in eine sichere, wertbeständige Kapitalanlage zu investieren. Der Anleger kann sich keinen Ausrutscher in Form von größeren Wertverlusten erlauben. Zu den gängigen Fondsformen gehören Aktienfonds, offener sowie geschlossener Investmentfonds. Der unerfahrene Sparer sollte sich von einem Fondsmanager oder einem Vermögensberater seines Vertrauens beraten, sprich managen lassen. Und sofern das Standbein der betrieblichen Altersvorsorge entfällt, muss umso intensiver ganz privat vorgesorgt werden.

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