Kostenlose Kreditkarten: Welche Angebote sind tatsächlich gebührenfrei?

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So viel ist sicher: Es ist heutzutage kaum etwas leichter, als eine Kreditkarte zu bekommen. Nur: Die meisten Kreditkarten kosten. Entweder verlangen die Kreditinstitute direkt Gebühren oder sie finanzieren die Kosten indirekt, etwa über Angebote, bei denen man die Kreditkarte kostenlos zur (gebührenpflichtigen) Kontoeröffnung erhält. Dieser Artikel klärt auf und zeigt, worauf Kunden auf der Suche nach einer wirklich kostenlosen Kreditkarte achten sollten.

So findet man kostenlose Kreditkarten

Nicht alles, was als „kostenlos“ vermarktet wird, ist auch wirklich kostenlos. Wie schon angedeutet, knüpfen einige Banken ihre Kreditkarten an spezielle Bedingungen, die dann wiederum Kosten für den Endkunden bedeuten. Kunden, die eine wirklich kostenlose Kreditkarte suchen, sollten auf drei Dinge achten:

  1. Die Kreditkarte an sich sollte keine (monatliche, jährliche) Gebühr kosten
  2. Die Kreditkarte sollte nicht an einen bestimmten Mindestumsatz gekoppelt sein und
  3. Die Kreditkarte sollte nicht an eine Kontoeröffnung oder ähnliches geknüpft sein

Solche Angebote sind selten, aber es gibt sie durchaus, zum Beispiel bei der Norisbank: Eine kostenlose Norisbank MasterCard gibt es ohne zusätzliche Kosten bei der Kontoeröffnung, ohne Gebühr für die Karte an sich und ohne weitere Bedingungen, die auf Dauer dann doch wieder Kosten verursachen. Auch die Norisbank-Kreditkarte ist an ein Girokonto geknüpft, allerdings ist auch dieses gebührenfrei. Aber ist es überhaupt so klug, mehrere Konten bei unterschiedlichen Banken zu haben?

Es kann durchaus sinnvoll sein, sowohl ein Girokonto bei einem Kreditinstitut als auch eine Kreditkarte bei einem anderen Kreditinstitut zu besitzen. Im Ernstfall kann einem die Kreditkarte beispielsweise aushelfen, wenn man seine Karte vom Giro-Anbieter verloren hat. Deswegen lohnt sich die Eröffnung eines kostenlosen Kontos bei einer Zweitbank durchaus.

Der Trick mit dem Mindestumsatz

Ein besonders gern genutzter Trick bei kostenlosen Kreditkarten ist eine Klausel zum Mindestumsatz. Meist findet sich ein solcher Passus in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die man bei Eröffnung eines Kontos mit der dazugehörigen Kreditkarte unterschreibt. Mindestumsatz bedeutet: Auf dem eröffneten Konto müssen in einem vorgegebenen Zeitraum bestimmte Beträge mindestens eingehen, damit es gebührenfrei bleibt. Damit sichern sich die Banken dagegen ab, dass manche Kunden ein Konto nur als weitere Option besitzen, dieses aber weitgehend betreiben, ohne jemals viel Geld darauf einzuzahlen.

Das Geld der Kunden ist aber der Rohstoff, mit dem die Banken wirtschaften. Die Kosten, die durch den bürokratischen Aufwand bei der Kontoeröffnung für die Banken entstehen, müssen diese wieder durch das Geld der Kunden ausgleichen können. Daher sind bestimmte Konten und Kreditkarten nur so lang kostenlos, wie auf sie auch regelmäßig etwas eingezahlt wird. Unter diesem Gesichtspunkt kann es wiederum nicht so klug sein, mehr als ein Konto zu besitzen – da man üblicherweise nur auf einem dieser Konten regelmäßige Zahlungen empfängt.

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