Keine Angst vor Krankheit in der Probezeit – Rechte und Pflichten

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Wenn man eine neue Stelle annimmt, dann ist im Arbeitsvertrag immer eine Probezeit vereinbart. In dieser Phase sollen sich der Arbeitgeber und sein Angestellter kennenlernen und sehen, ob bei Seiten zusammenpassen. Niemand möchte hier Fehler machen, da sich diese Zeit wie eine lange Prüfung anfühlt. Die Angst, dass man die neue Arbeitsstelle schnell wieder verliert, ist daher groß.

Deshalb gibt es auch viele Mythen, die sich im Laufe der Zeit verbreitet haben. So gilt es als Tabu, dass man krank wird. Doch den eigenen Körper kann man nicht beeinflussen, weshalb man sich auskurieren muss, wenn der Krankheitsfall eintritt. Dass man sofort die Kündigung erhält, ist ebenfalls nicht richtig, besonders dann, wenn man sich an bestimmte Verhaltensweisen hält. Zusätzlich haben viele Chefs Verständnis und wissen, dass man einer Erkrankung nicht ausweichen kann und diese mit Absicht bekommt.

Was muss man im Krankheitsfall beachten und wie ist eine Kündigung verhinderbar?

Es ist wichtig, dass man offen und ehrlich kommuniziert. Auf diese Weise verhindert man, dass der Arbeitgeber meint, man wolle nicht arbeiten. Durch das richtige Verhalten minimiert der Angestellte die Gefahr, dass es zu einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses kommt. Deshalb muss man sich an alle Vorschriften halten, die in einem solchen Fall gelten. In § 5 Abs. 1 Satz 1 EFZG ist etwa festgehalten, dass auch in der Probezeit eine Krankmeldung unmittelbar an den Betrieb zu richten ist.

Dies kann schriftlich oder telefonisch geschehen. Einen Arzt muss man ebenfalls unverzüglich aufsuchen, der eine Diagnose stellt und eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellt. Diese muss den Arbeitgeber so schnell wie möglich erreichen. Drei bis vier Arbeitstage sind hierfür vorgesehen, doch es ist besser, wenn diese gleich abgeschickt wird. So kann der Dienstherr besser auf den Ausfall reagieren und sieht zusätzlich, dass man sich um den Betrieb kümmert.

Engagement und Eigeninitiative als Erfolgsgaranten in der Probezeit

Man kann sich leicht von anderen Mitbewerbern unterscheiden und deshalb die Probezeit auch trotz einer Krankheit überstehen, wenn man sich für die Arbeitsstelle einsetzt. Hierfür gibt es verschiedene Wege.
Durch steten Kontakt mit dem Betrieb sieht der Boss, dass Interesse besteht, obwohl man körperlich nicht fit ist. Es bietet sich hierfür an, dass man sich täglich über den Stand im Betrieb und Neuigkeiten informiert. Dazu genügt es schon, wenn man eine E-Mail an den Vorgesetzten oder dessen Vertretung schreibt.

Auch ist es wichtig, dass der Chef weiß, dass man immer erreichbar ist. Sollte etwa in den Unterlagen eine Handynummer fehlen, ist nun der richtige Zeitpunkt für die Aushändigung. So können die Kollegen wichtige und interessante Nachrichten versehen, die dafür sorgen, dass man immer auf dem aktuellen Wissensstand ist und nach der Gesundung die Wiedereinarbeitung schneller und unkomplizierter verläuft. Sollte es sich um eine längere Erkrankung handeln, ist ein Vieraugengespräch mit dem Chef von Vorteil.

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