Headhunter vs. Personalvermittler: Wo liegen die Unterschiede?

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Fähiges Personal zu finden wird immer schwieriger. Das hat einerseits demografische Gründe – in den westlichen Industrieländern herrscht in der Regel ein Bevölkerungsrückgang – liegt andererseits aber auch an den immer spezieller werdenden Bedürfnissen der Unternehmen. Personalvermittler und Headhunter können an der Schnittstelle zwischen Unternehmen und Personal hierfür sehr wichtige Arbeit leisten. Dieser Artikel zeigt, wo die Unterschiede zwischen den beiden Dienstleistungen liegen.

Wie arbeitet ein Headhunter?

Ein Headhunter kommt in der Regel nur zum Einsatz, wenn äußerst spezielles Personal gesucht wird. Gerade im Bereich der Führungskräfte ist Personal oft rar, weil diese Berufe ganz spezielle Erfahrungsräume voraussetzen. Das Personal soll in der Regel über mehrere Jahre Erfahrung in der Unternehmensführung besitzen, ein breites Kontaktnetzwerk mitbringen und zudem eine oftmals hochspezialisierte Branche gut kennen. Solche Personen sind rar, sogar weltweit gesehen. Deswegen kann es durchaus passieren, dass ein Headhunter in Stuttgart nach geeigneten Kontakten quer über den Globus sucht.

Wer einen Headhunter beauftragt, der ist vermutlich mit einer konventionellen Personalvermittlung nicht besonders weit gekommen. Headhunter gelten als ultima ratio bei der Personalsuche. In der Tat ist es häufig so, dass zunächst andere Wege versucht werden, bevor ein Headhunter eingeschaltet wird. Das liegt nicht daran, dass man sich davor scheuen muss, einen Headhunter zu beauftragen. Seine Arbeit dauert aber oftmals deutlich länger, weil er vor der Kontaktaufnahme bereits intensiv mit Recherche beschäftigt ist. Der gesteigerte Aufwand schlägt sich letztendlich auch in dem Honorar nieder, was ein Headhunter bei erfolgreicher Vermittlung verlangen kann.

Dmitriy Shironosov/123rf.com

Was leistet eine Personalvermittlung?

Eine Personalvermittlung stellt in der Regel einen Kontakt zwischen arbeitswilligen Bewerbern und einem Unternehmen her. Das heißt, dass das Personal, was die Agentur vermittelt, in der Regel schon bereitsteht und – anders als bei einem Headhunter – nicht erst aufgespürt oder sogar abgeworben werden muss. Eine Personalvermittlung verfügt in der Regel über einen großen Stamm an Bewerbern mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Wendet sich ein Unternehmen an Sie, können Sie nach einem kurzen Briefing eine Reihe von Bewerbern zusammenstellen, die auf das entsprechende Jobprofil passen. Dann kann das Unternehmen entscheiden, wen sie zu einem Bewerbungsgespräch einladen wollen.

Die Agentur verdient dann bei einer erfolgreichen Vermittlung. Für die Unternehmen lohnt sich diese Art des Recruitings, weil sie eine Stelle nicht erst umständlich ausschreiben und sich dann durch unzählige Bewerbungen kämpfen müssen. Zudem gewährleistet die Personalvermittlung, dass die Bewerber auch wirklich auf die entsprechende Stelle passen. Meist handelt es sich hier um einfach oder mittelmäßig qualifiziertes Personal. Zwar finden sich unter den zur Verfügung stehenden Bewerbern auch einige hochspezialisierte Kräfte – es ist allerdings nicht so wahrscheinlich, dass diese sich bei der Jobsuche an eine Agentur wenden.

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