Handel mit Wertpapieren – Was ist die sogenannte Orderprovision?

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Niedrige Zinsen und kein Ende: Spätestens seit der Finanzkrise 2008 suchen Anleger nach alternativen Möglichkeiten, eine echte Rendite zu generieren. Klassische Anlageformen kommen dafür größtenteils überhaupt nicht mehr infrage. Nun stehen Aktien wieder hoch im Kurs. Doch damit der Handel mit Wertpapieren auch wirklich gewinnbringend ist, müssen einige Dinge beachtet werden. Eins davon ist die Orderprovision – eine von mehreren Gebühren, die beim Handel mit Aktien anfallen können.

Um was handelt es sich bei der Orderprovision?

Beim Handel mit Aktien entstehen immer Kosten. Je nach Broker fallen diese höchst unterschiedlich aus. Zudem spielt auch der Anlagestil eine entscheidende Rolle: Wer sich beispielsweise ein Portfolio zusammenstellen möchte, und dies relativ lang „liegen lässt“, muss andere Gebühren beachten als jemand, der einen eher hochfrequenten Handel mit Aktien bevorzugt. Ein Beispiel ist hierbei die Orderprovision. Eine genaue Definition der Orderprovision findet sich auf nextmarkets.com/de. Bei Netmarkets können Interessierte auch gleich verschiedene Anbieter hinsichtlich ihrer Konditionen bei der Orderprovision vergleichen.

Im Grunde genommen handelt es sich bei der Orderprovision um eine Gebühr, die pro Transaktion auf einem Depot fällig wird. Das bedeutet: Sie fällt sowohl beim Kauf von Wertpapieren als auch beim Verkauf von Wertpapieren an. Wie jede andere Provision wird auch die Orderprovision anteilig berechnet. Sie richtet sich nach dem Wert der Transaktion. So können beispielsweise 1,75 Prozent Orderprovision pro Kauf oder Verkauf anfallen. In der Regel bleibt die Orderprovision relativ niedrig. Aber wie bereits sichtbar wird: Auch 1,75 Prozent Orderprovision können kräftig ins Gewicht fallen, wenn entweder Transaktionen entweder sehr oft oder mit sehr hohem Wert getätigt werden.

Tipp: Daher sollten vor allem Anleger, die sehr häufige Transaktionen planen, nach einem Broker Ausschau halten, dessen Orderprovision niedrig ist.

Den eigenen Anlagetyp ermitteln und verschiedene Broker vergleichen

Auch wenn es sich viele Anleger wünschen würden: Es gibt nicht ‚den‘ perfekten Broker mit den bestmöglichen Gebühren. Wie im vorherigen Absatz bereits beschrieben, kommt es vor allem auf den individuellen Anlagetyp an, welches Modell bevorzugt wird. Wer beispielsweise relativ häufig mit Wertpapieren handeln möchte, sollte bei der Orderprovision nach Flatrate-Modellen Ausschau halten. Diese sind auf dem ersten Blick zwar teurer als herkömmliche, pro Transaktion ermittelte Provisionen, lohnen sich jedoch im Hinblick auf einen hochfrequenten Handel.

Wer Aktien stattdessen als Teil einer ausgewogenen Anlagestrategie begreift und sie vor allem nutzen möchte, um eine langfristige Quelle für Rendite zu etablieren, für den ist die Flatrate-Provision ungeeignet. Anleger, die nur einmal kaufen und das Depot dann ‚liegen lassen‘, sollten nach Brokern mit Transaktionsgebühren Ausschau halten, die entweder fest pro Ausführung berechnet werden oder sich prozentual am Handelsvolumen orientieren.

Wer sein Anlageverhalten genau kennt, kann einen Vergleich der verschiedenen Modelle am besten im Netz vornehmen. Verschiedene Vergleichsseiten bieten hier einen guten Überblick über die vielen Anbieter und ihre unterschiedlichen Gebührenmodelle.

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