Gold als Wertanlage – Was bringen Münzen und Barren wirklich?

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Spätestens seit der Finanzkrise um das Jahr 2008 herum raten Finanzexperten wieder häufiger zum Kauf von Edelmetallen als sichere Wertanlage. Nun ist diese Krise bereits knapp zehn Jahre her und der Markt hat sich bislang nur schleppend stabilisiert. Zeit für eine Bestandsaufnahme: Was ist dran am Gold-Hype und lohnt es sich heute noch, welches zu kaufen?

Die Kursentwicklung von Gold in den vergangenen zehn Jahren

Über viele Jahrzehnte blieb der Goldpreis weitestgehend stabil. Wer beispielsweise 1985 eine Unze Gold kaufen wollte, hat dafür etwa 450 Euro bezahlt. Ein Positivtrend seit der Finanzkrise ist ziemlich deutlich ablesbar. Ab dem Jahr 2008 stieg der Goldpreis rasant und konstant, einen ersten Knick bekam er erst wieder um das Jahr 2014 herum. Dennoch: Wer zur Krise Gold gekauft hatte, den konnte dieser kleine Wertverlust wohl kaum beeindrucken. Zwischen 2008 und 2013 hatte sich der Wert einer Unze mehr als verdoppelt.

Aktuell bewegt sich der Preis bei etwa 1.000 bis 1.100 Euro, Tendenz seit kurzem wieder leicht steigend. Wer Gold als Wertanlage in Betracht zieht, ist also aktuell noch immer gut beraten: Trotz vielerlei Krisen ist der Preis recht stabil geblieben oder sogar gestiegen. Gold ist nach wie vor eine solide Wertanlage – wenn man sie sich leisten kann.

Goldbarren oder Goldmünzen – Was sollte man kaufen?

Wer sich zum ersten Mal in seinem Leben mit dem Thema Gold als Wertanlage beschäftigt, steht schnell vor einem Entscheidungsproblem: In welcher Form soll ich das Edelmetall kaufen? Zur Auswahl stehen viele verschiedene Möglichkeiten, die zwei bekanntesten dürften Barren und Münzen sein. Barren lassen sich kleinformatig und großformatig kaufen, ihr Gewicht reicht dabei von einem Gramm bis hin zu mehreren Kilo. Als reine Wertanlage ist der Barren gut geeignet, denn er ist recht günstig in der Herstellung und sein Wert entspricht daher ziemlich exakt genau dem Gegenwert des reinen Goldes, das er beinhaltet.

Anders sieht das bei Münzen aus: Hier unterscheidet man sogenannte Anlagemünzen, die, ähnlich wie Barren, bestenfalls dem reinen Goldwert entsprechen, und Sammlermünzen. Sammlermünzen, wie es sie beispielsweise bei Auragentum in großer Vielzahl gibt, verfügen in der Regel über eine spezielle Prägung und können je nach Seltenheitswert Preise weit über dem reinen Wert des Materials erzielen. Damit sind Goldmünzen und insbesondere Sammlermünzen vor allem für jene interessant, die mit möglichst wenig Kapazitäten möglichst viel Wert lagern möchten.

Darüber hinaus sind professionell gefertigte Sammlermünzen mit einer schönen Prägung auch ein echter Hingucker. Wer eine natürliche Freude an dem Edelmetall hat, würde eine schöne Sammlermünze vielleicht auch gerne im Wohnraum ausstellen. Aber Achtung: Bei aller Schönheit handelt es sich bei Gold immer noch um eine Wertanlage und keine Dekoration. Wer seinen Münzen gern den Freunden oder der Familie zugänglich machen möchte, sollte sich um höchste Sicherheitsstandards bemühen.

Des Weiteren ist das Gold am Besten bei einer Bank aufgehoben. Dort sind die wertvollen Metalle nicht nur gut gegen Einbrecher geschützt sondern lassen sich in der Regel auch recht kostengünstig versichern. Nicht vergessen: Sinnvoll ist eine Wertanlage schließlich nur, wenn sie nicht nur im Kurs, sondern auch in ihrer Substanz wirklich sicher ist.

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