Finanzierungsarten: Wann sind Annuitätendarlehen sinnvoll?

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Große Träume lassen sich oft nur mit einem gehörigen Finanzierungsvorsprung ermöglichen. Wer sich beispielsweise ein Haus bauen möchte, muss in den meisten Fällen auf einen Kredit zurückgreifen. Das ist in den meisten Fällen nicht weiter dramatisch, denn Kredite gehören zum finanziellen Tagesgeschäft und sind sicher und vergleichsweise planbar. Welches Modell dabei jedoch infrage kommt, entscheidet sich anhand der eigenen finanziellen Situation und dem geplanten Vorhaben. Dieser Text bespricht das sogenannte Annuitätendarlehen.

Was ist ein Annuitätendarlehen?

Ein Annuitätendarlehen bezeichnet eine besondere Form des Kredits, bei dem die Rückzahlungsbeträge, also die Raten, vorher im Kreditvertrag festgelegt werden und unter bestimmten Umständen während der gesamten Vertragslaufzeit gleich bleiben. Das ermöglicht dem Kreditnehmer eine größere Planbarkeit seiner finanziellen Belastungen durch den Kredit. Die Rate berechnet sich aus zwei Teilen. Der erste Teil ist der sogenannte Tilgungsteil, der zweite Teil der Zinsanteil.

Um die anfallenden Kosten bereits im Voraus zu berechnen, können Kreditnehmer auf einen Annuitätenrechner zurückgreifen. Die Annuitäten berechnen bei Nist.de ist beispielsweise eine gute und einfache Möglichkeit, eine solche Berechnung anhand der gegebenen Daten direkt online vorzunehmen. Hier können Interessierte, die zunächst nur die Aufnahme eines Kredits planen, auch direkt an verschiedenen Stellschrauben drehen und somit herausfinden, welcher Faktor welchen Einfluss auf die Kosten, die Laufzeit oder die Zinsen haben wird.

Damit erreichen sie schon vor dem ersten Beratungsgespräch einen großen Informationsvorteil, mit dem sich sogleich auch besser verhandeln lässt. Ein Annuitätendarlehen wird aufgrund der stabilen Raten besonders gern für den Hausbau aufgenommen, da sich sowohl der Bau selbst als auch der Kreditvertrag oft über einen längeren Zeitraum hinweg hinziehen.

Wie ein Annuitätendarlehen im Falle eines Hausbaus funktioniert

Besonders effektiv ist ein Annuitätendarlehen, wenn zusätzlich zu den festen Raten im Kreditvertrag auch noch eine sogenannte Zinsbindung festgeschrieben wird. In diesem Fall bleiben die Raten tatsächlich bis zur vollständigen Rückzahlung des Darlehens stabil. Der Grund: Mit jeder gezahlten Rate verringert sich die Restschuld des Kredites. Damit reduziert sich gleichzeitig auch der Zinsanteil in Bezug auf den Tilgungsteil des Darlehens. Ist der Zinssatz nicht festgeschrieben, wird er regelmäßig angepasst.

Das machen Banken auf Unterschiedliche Art und Weise. Einige verwenden beispielsweise einen europäischen Index, den sogenannten EURIBOR dafür. Die Zinsen können sich für den Kreditnehmer positiv oder negativ entwickeln. Ist eine flexible Zinsrate festgeschrieben, kann es dem Kreditnehmer passieren, dass sein Kredit bei der Rückzahlung sogar etwas günstiger wird, als ursprünglich ausgerechnet wurde. Unter Umständen kann sich das Zinsniveau aber auch negativ auf die Kosten auswirken.

Wer statt der Spekulation auf die Zinsen lieber finanzielle Planbarkeit bevorzugt, der sollte sich nach deinem Annuitätenmodell mit festgeschriebenen Zinsen umhören. Die Planbarkeit ist der häufigste Grund, aus welchem sich insbesondere angehende Bauherren für einen Annuitätenkredit entscheiden.

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