Finanzierung von PV-Anlagen – Möglichkeiten und Kostenfallen

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Für viele Menschen mit Wohneigentum erscheint die Installation einer Solaranlage als eine gute und günstige Möglichkeit, den steigenden Energiepreisen entgegenzuwirken. Zudem nutzen Solaranlage natürliche Sonnenenergie und können unter Umständen sogar nicht genutzten Strom vergütet in das Netz einspeisen – das ist nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gut für die Umwelt. Trotzdem lauern beim Bau und der Wartung von Photovoltaik-Anlagen einige Kostenfallen. Dieser Artikel klärt auf.

Bau und Finanzierung einer Photovoltaikanlage

Auch wenn Photovoltaikanlagen in den vergangenen Jahren immer günstiger geworden sind, ist der Einbau einer größeren Anzahl Solarpaneele nach wie vor eine Investition, die viele Menschen sogar mit Krediten stützen. Die Idee: Nach einer Weile rentiert sich die Anlage – einerseits, weil damit insbesondere im Sommer Stromkosten gespart werden können, und andererseits weil die Einspeisung nicht genutzter Energie vergütet wird. Das kann allerdings dauern: Bis zu zehn Jahre braucht es, bis sich eine Photovoltaikanlage komplett amortisiert hat.

Zudem stellen viele Menschen ihre Berechnungen nur auf Grundlage der ersten Investition an. Nicht bedacht wird dabei der Fakt, dass eine Photovoltaikanlage auch Wartung braucht, um dauerhaft leistungsfähig zu sein. Die Solarpaneele verlieren über die Zeit hinweg an Leistung. Staub, Pollen und anderer Schmutz lagern sich auf den Flächen ab und schwächen die eintreffende Sonneneinstrahlung ab. Nun könnte man davon ausgehen, dass der Regen diese natürlichen Schmutzschichten herunterwäscht.

Ein ordentlicher Schauer genügt allerdings nicht, um die ursprüngliche Leistungsfähigkeit der Paneele wiederherzustellen. Eine professionelle Solarreinigung von Photovoltaikanlagen kann das hingegen leisten. Hier werden je nach Analgenart spezielle Reinigungsmittel verwendet, die die Leistung der Paneele um bis zu 30 Prozent steigern können. Eine Solarreinigung kostet, lohnt sich aber langfristig im Hinblick auf den Zugewinn an Leistung, den die Solarpaneele dadurch erfahren.

© fotolia.com – vencav

Tipps für den Kauf einer Photovoltaikanlage

Die regelmäßige Wartung und Reinigung sollte beim Kauf einer Photovoltaikanlage mitbedacht werden. Oft lässt sich die konkrete Leistungsfähigkeit der Paneele gut angeben – sie schwankt dann lediglich im Hinblick auf die tatsächlichen Sonnenstunden, die von Jahr zu Jahr unterschiedlich sein können. Zusammen mit den voraussichtlichen Kosten einer regelmäßigen Reinigung ergibt sich letztendlich ein anderer Wert bis zum Zeitpunkt der Amortisierung. Mit diesem sollte gerechnet werden, wenn man sich ein realistisches Bild davon machen möchte, ob und wann sich die Anschaffung einer Photovoltaikanlage rentiert.

Zudem sollte beim Kauf einer Photovoltaikanlage darauf geachtet werden, dass es sich um möglichst neue und moderne Solarpaneele handelt. Neuere Modelle sind hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit und Lebensdauer optimiert. Die durchschnittliche Lebensdauer von Solarzellen beträgt nach aktuellem Stand der Technik etwa 20 bis 25 Jahre. Sogenannte kristalline Solarzellen können sogar bis zu 30 Jahre lang halten.

Mit einer regelmäßigen Solarreinigung lässt sich die Leistungsfähigkeit der Module zwar konstant so hoch wie möglich halten, die faktische Lebensdauer der Solarzellen kann dadurch jedoch nicht verlängert werden.

Umso wichtiger ist es, vor dem Kauf eine realistische Berechnung der Amortisierung vorzunehmen. Damit das überhaupt möglich ist, wurde die Einspeisevergütung laut Erneuerbare-Energien-Gesetz auf 20 Jahre festgeschrieben, damit Photovoltaikanlagen-Besitzer trotz schwankender Strompreise mit einigermaßen sicheren Einnahmen rechnen können. Für eine realistische Einschätzung bietet es sich also an, Kosten und Einnahmen einer Photovoltaikanlage mindestens für einen Zeitraum von 20 Jahren gegenüberzustellen.

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