ERP – Für wen lohnt sich die digitale Ressourcenplanung?

0

ERP steht für „Enterprise Ressource Planning“ und meint eine kluge Planung aller Geschäftsressourcen. Das Ziel von ERP geht über eine Überwachung der Warenwirtschaft weit hinaus. Mithilfe einer ERP lassen sich nicht nur Lager und Logistik, sondern alle Bereiche eines Unternehmens von Werkstoffen über Kapital bis hin zum Personal managen.

Heutzutage wird die ERP meist von einer speziellen Software übernommen, die eine genaue Kontrolle ermöglicht und unternehmensintern vernetzt werden kann, so dass alle Abteilungen in unterschiedlichem Maße Zugriff auf die Planung und Kontrolle der jeweiligen Ressourcen bekommen können.

Wie erreicht man mit einer ERP einen Wettbewerbsvorteil?

Der offenkundige Vorteil einer softwaregebundenen ERP ist die Zeitersparnis bei der Verwaltung. Insbesondere aufwändige Dokumentationen, wie beispielsweise Lohnabrechnungen, können damit von einer Software übernommen und unternehmensintern zugänglich gemacht werden. Das ermöglicht gerade bei größeren Unternehmen – womöglich mit verschiedenen Standorten – eine sehr leichte Abstimmung. Ein leistungsfähiges ERP ist in der Lage, für jeden Anforderungsbereich eines Unternehmens ein Modul abzubilden.

Am Ende gilt es, alle relevanten Bereiche, von der Produktionsplanung bis zur Lohnbuchhaltung, auf einem Blick einsehbar zu machen. Das verhindert auch Verzögerungen oder gar Fehler durch fehlende Abstimmungen und lange Kommunikationswege. Gegenrechnen sollte man jedoch vor allem die Kosten für die Implementation einer ERP-Software.

ERP – auch in der Cloud?

ERP-Software gibt es mittlerweile in den unterschiedlichsten Ausführungen. Neuere Softwarelösungen sind cloudbasiert, das heißt, dass die Software nicht über lokal vernetzte Computer betrieben wird, sondern auf einem externen Server liegt. Die Software lässt sich dann meist wie eine Internetseite im Webbrowser aufrufen – ganz ähnlich, wie bei dem bekannten Content Management System WordPress.

Für das Unternehmen entfallen vor allem die Wartungskosten der Hardware sowie die Kosten für das zusätzliche IT-Personal – die Cloud-Lösung der Software wird als Komplettpaket verkauft. Außerdem ist so auf einfache Art und Weise von überall ein Zugriff möglich, um auch unterwegs immer ein Auge auf die Ressourcenplanung zu haben.

Teuer vs. preiswert

Früher waren Ressourcenplanungssysteme eine sehr kostspielige Angelegenheit, die sich nur wenige große Unternehmen leisten konnten. Der bekannteste Anbieter solcher Unternehmenssoftwarelösungen war lange Zeit das deutsche Unternehmen SAP. Mittlerweile gibt es verschiedene Lösungen, die sich auch für kleinere, finanzschwache Unternehmen lohnen können. Zunächst lassen sich ERP-Systeme auf verschiedene Weise erwerben.

Längst muss es nicht mehr der vollumfängliche Kauf einer Software samt uneingeschränkter Nutzungslizenz sein. Ebenso lassen sich Systeme von namhaften Anbietern leasen oder für eine bestimmte Dauer mieten. Noch günstiger wird es, wenn gleich auf kommerzielle Anbieter verzichtet wird. Verschiedene Open-Source-Lösungen sind vor allem für Unternehmen attraktiv, die kein maßgeschneidertes Modell brauchen. Der Nachteil hierbei ist die meist etwas geringere Leistungs- und Anpassungsfähigkeit.

Wer in der Lage ist, den Quellcode nach seinen eigenen Bedürfnissen zu verändern, hat mit einem Open-Source-ERP definitiv gewonnen. Meist bieten die Anbieter der kostenfreien Software aber kostenpflichtige Schulungen oder Anpassungen an, um ihrerseits wieder auf ihre Kosten zu kommen – was in den meisten Fällen noch immer günstiger sein dürfte als ein Komplettpaket.

About Author