Elektroschrott: Alles über die Entsorgung von Laptop, Monitor & Co.

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Die Deutschen produzieren viel Elektroschrott. Der Vergleich zu anderen Ländern zeigt zwar, dass bei uns mit einer Menge von 1,9 Tonnen deutlich weniger Elektroschrott anfällt als in den USA (6,3 t) oder in China (7,2 t). Doch gemessen an der Einwohnerzahl sind die Bundesbürger Spitzenreiter. Jeder produziert 22,8 Kilogramm. Da kommt es natürlich auf die richtige Entsorgung von Laptop, Monitore und Co. an. Dieser Text klärt auf, was es zu beachten gibt.

In einem modernen Büro gibt es viele Elektrogeräte. Alleine die meisten Arbeitsplätze sind mit einem Computer, mindestens einem Monitor und vielen Kabeln für Netzwerke und Stromversorgungen ausgestattet. Hinzu kommt die Netzwerkumgebung oder Geräte, die von allen genutzt werden, wie ein Kopierer, Drucker oder der Aktenvernichter.

Elektroschrott entsorgen: Die Geräte beim Einzelhändler zurückgeben

Bei der Frage nach der richtigen Entsorgung sind einige Menschen ratlos. Sie geben die Geräte in den Restmüll mit dem Glauben, dass sie dort verwertet würden. Doch das ist falsch. Elektroschrott muss separat entsorgt werden. So können die wertvollen Komponenten aussortiert und recycelt werden. Das sind insbesondere Metalle. Manche Geräte beinhalten aber auch einige Materialien, die fachgerecht entsorgt werden müssen.

Dies ist über den Hausmüll nicht möglich. Deswegen ist es verboten, die Geräte auf diesem Weg zu entsorgen. Auch die achtlose Entsorgung von Tonerkartuschen oder leeren Tintenpatronen im Hausmüll kann hohe Geldstrafen nach sich ziehen. Diese Verbrauchsmaterialien des Alltages gelten als Elektroschrott und dürfen nicht im Hausmüll entsorgt werden.

Für viele Verbraucher führt deswegen der erste Weg zum kommunalen Wertstoffhof. Dort gibt es eine gesonderte Abteilung, in der alte Elektrogeräte angenommen werden. Doch das ist nicht die einzige Möglichkeit. Wenn Verbraucher kleine Geräte (Länge unter 25 Zentimeter) entsorgen möchten, geht das im stationären Einzelhandel. Alle Händler, die Elektrogeräte auf mehr als 400 Quadratmetern verkaufen, müssen Kleingeräte kostenlos zurücknehmen. Das gilt übrigens auch für Onlinehändler.

Ein Händler muss größere Geräte nur dann zurücknehmen, wenn der Kunde gleichzeitig ein neues Produkt kauft. Die Rücknahme betrifft nicht nur die Geräte. Auch Zubehörteile wie Druckerpatronen oder Tonerkartuschen müssen von Händlern angenommen werden.

Elektroschrott entsorgen: Reparatur zum Teil sinnvoller

Laut der Gewerbeabfallverordnung müssen Gewerbetreibende ihren Abfall vor dem Entsorgen trennen. Ausgenommen davon sind allerdings Elektrogeräte. Deren Entsorgung fällt unter das Elektro- und Elektronikgerätegesetz, das für alle Bundesbürger gilt. Somit sind also auch Privatpersonen davon betroffen. Eine Zerlegung der Geräte in seine Einzelteile ist also nicht notwendig.

Wir leben in einer wahren Wegwerf- und Konsumgesellschaft, in der wir oft vergessen, dass es durchaus rentabel sein kann, ein Laptop oder Notebook fachmännisch reparieren zu lassen. Wenn ein Elektrogerät kaputt ist, ist es nicht immer nötig, dieses zu entsorgen. Oft lohnt sich die Reparatur. Das spart unter Umständen nicht nur den Geldbeutel. Auch für die Umwelt ist es schonender, da die Ressourcen besser verwendet werden können. Denn nicht selten sind es nur einzelne Teile, die für einen Defekt sorgen. Sie können entweder ausgetauscht oder repariert werden.

Elektroschrott entsorgen: Auf persönliche Daten achten

Da die Reparatur in vielen Fällen möglich ist, sollte darauf geachtet werden, dass bei einer Entsorgung persönliche Daten nicht mehr auf den Geräten verfügbar sind. Unter Umständen könnten so unbefugte Personen an die Dateien gelangen. Deswegen ist es manchmal sinnvoll, die Festplatte auszubauen und sie separat über einen Dienstleister zu entsorgen. Es gibt einige Anbieter, die auch mit den Daten auf der Festplatte vertrauensvoll umgehen.

Angesichts der großen Menge an Elektroschrott, die in Deutschland anfallen, muss auch über die Reduzierung von Hardware nachgedacht werden. So können Unternehmen ihre Daten in vertrauenswürdigen Clouds und Onlinespeichern ablegen. Somit benötigt nicht jede Firma einen separaten Serverschrank, sondern kann sich die effiziente Infrastruktur von kommerziellen Anbietern mit anderen teilen.

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