Dividenden als Anlagestrategie – Lohnenswertes Investment?

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Bei einer Dividende handelt es sich um den Anteil am Gewinn, der von einer Aktiengesellschaft an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Der Begriff ist im Aktiengesetz als „auszuschüttender Betrag“ legaldefiniert, die Bezeichnung Dividende verwendet der Gesetzgeber selbst nämlich nicht. Die Aktionäre beschließen die Dividende stets im Rahmen der Hauptversammlung.

Auch wird dabei festgelegt, ob die Dividende überhaupt ausgeschüttet wird, denn ein Recht oder Anspruch der Aktionäre darauf besteht nicht. Aus unternehmerischen Gründen kann die Ausschüttung auch verwehrt bleiben. Normalerweise wird sie aber am Folgetag der Hauptversammlung ausgegeben. Damit verbunden ist häufig ein sogenannter Dividendenabschlag. Darunter versteht man ein Fallen des Aktienkurses um den Dividendenbetrag.

Die Dividendenrendite

Die Dividendenrendite errechnet sich aus dem Quotienten des Dividendenbetrags und dem Aktienkurs. Daraus wird der Zins abgeleitet, den man durch das Investieren in eine Aktie nach dem aktuellen Aktienkurs als Dividende erhalten würde.

Dividenden als Anlagestrategie

Wie kann man sich diese Ausschüttungen als Anlagestrategie zu Nutze machen? Grundsätzlich gilt natürlich Folgendes: Wer in Aktien investiert, die hohe Dividenden bringen, der mehrt sein Vermögen. Gemäß der 1991 vorgestellten Anlagestrategie „Dogs of the Dow“ des Vermögensverwalters Michael O’Higgins macht der Anleger die Aktie aus, welche die höchste Dividendenrendite abwirft. Dafür kann der Dividenden-Dax der Deutschen Börse als Hilfsmittel herangezogen werden.

Er listet die 15 dividendenstärksten Dax-Unternehmen. Wer sich über die deutschen Grenzen hinweg orientieren möchte, kann auch Aktien des Dow Jones wählen. Den Firmenanteil hält man dann ein Jahr lang bis zur Ausschüttung der Dividende. Danach beginnt der Prozess aufs Neue. Selbst in schwächeren Börsenjahren bringt diese Methode zuverlässige Gewinne ein. So liegen die dividendenstärksten Aktien auch in schwächeren Jahren noch bei 5 Prozent.

In der Variante „Dividend Low 5“ werden ebenfalls die stärksten Aktien in die engere Auswahl genommen. Aus den besten zehn wählt man dann aber jene fünf aus, die dabei den niedrigsten Kurs vorweisen. Zwar klingt diese Methode kontraproduktiv, die Zahlen geben ihr aber recht: So konnte sie zwischen 1987 und 2001 eine jährliche Rendite von 25 Prozent im Durchschnitt erzielen, der Dax lag in dieser Zeit hingegen nur bei zwölf Prozent. Wichtig ist es dabei, zu beachten, dass die ins Auge gefasste Aktie kein Ausreißer ist.

Sofern die Aktie also für das aktuelle Jahr die beste Rendite einbringt, in den vorherigen Jahren aber schwache Zahlen vorzuweisen hatte, ist von einer Investition besser abzusehen. Indem man nur Anteile von Firmen kauft, die in den letzten Jahren konstant starke Dividenden angeboten haben oder diese sogar jährlich anheben konnten, minimiert man das Verlustrisiko ungemein.

Neben der Dividende sollte man bei der Recherche noch weitere Aktienkennzahlen in die Überlegungen einbeziehen – wie den allgemeinen Aktienkurs – um sich ein genaueres Bild der Aktienschwankungen zu machen und eine Zukunftsprognose erstellen zu können.

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