Das Pantoffel-Portfolio – Lohnenswerte Anlagestrategie?

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Bei einem „Pantoffel-Portfolio“ handelt es sich um Konzept, mit welchem man auch in Zeiten der Niedrigzinsen auf eine sichere Art und Weise eine ansehnliche Rendite erzielen kann. Dabei setzt man bei diesem Portfolio im Normalfall auf einen ausgewogenen Ausgleich zwischen einem Aktien-ETF sowie einem Renten-ETF. Der Aktien-ETF beruht dabei in den meisten Fällen beispielsweise auf den MSCI World, bei welchem es sich um den gewöhnlichsten Weltaktienindex handelt.

Mit rund 1600 Aktien aus 23 Ländern stellt ein derartiger Aktien-ETF ein vergleichsweise minimales Maß an Risiko dar. Mithilfe dieses Investmentfonds soll primär eine bemerkbare Rendite erzielt werden. Darüber hinaus dient der Renten-ETF, um mehr Sicherheit zu gewährleisten. Aus diesem Grunde werden mit einem Renten-ETF zumeist sichere europäische Unternehmens- und Staatsanleihen angestrebt, welche im Gegensatz zwar weniger Gewinn versprechen, allerdings das Risiko weiter minimieren.

Individuelle Anpassungsmöglichkeiten

Neben der Standardversion, bei welcher das Portfolio zur Hälfte aus einem Aktien-ETF und zur anderen Hälfte aus einem Renten-ETF besteht, ist es ebenfalls möglich, individuelle Anpassungen vorzunehmen. Dabei kann man beispielsweise eine höhere Gewichtung auf den Renten-ETF legen, wodurch Risiko und Rendite gleichermaßen sinken.

Gleichzeitig steht ebenfalls eine risikobereitere Variante offen, bei der eine größere Gewichtung auf den Aktien-ETF gelegt wird. Dabei steigen Rendite sowie Risiko an. Welche Gewichtung gewählt werden soll, ist dabei ganz individuell anpassbar und kann auf den jeweiligen Investor ausgelegt werden.

Warum sollte ich in ein „Pantoffel-Portfolio“ investieren?

Mithilfe eines Pantoffel-Portfolios ist es möglich, eine ansehenswerte Rendite zu erzielen. Allerdings steigt auch das Risiko im Vergleich zu den gewöhnlichen Sparanlagen wie dem Tages- oder Festgeld. Demnach sollten Vor- und Nachteile miteinander verglichen werden, um auf ein zufriedenstellendes Resultat zu kommen.

Vorteile:

  • Mithilfe des Aktien-ETFs lassen sich weitaus höhere Renditen erzielen, als mit Finanzprodukten, welche von den niedrigen Zinsen abhängig sind.
  • Aufgrund des Renten-ETFs ist trotz dessen eine sichere Grundlage vorhanden, welche einen potenziellen Verlust weitestgehend begrenzt.
  • Es ist möglich die Verteilung von Aktien- sowie Renten-ETF zu verändern, wodurch es sich ideal auf die individuellen Wünsche des Investors anpassen lässt, was beispielsweise beim Tages- und Festgeld nur bedingt möglich ist.

Nachteile:

  • Trotz der Absicherung durch einen Renten-ETF bleibt ein gewisses Restrisiko vorhanden, welches im Vergleich zu sichereren Investmentanlagen hoch ausfällt.
  • Unerfahrene Investoren sind vollständig auf das Fachwissen des jeweiligen Kundeberaters einer Bank angewiesen und verlieren dadurch unter Umständen den Überblick.

Fazit

Die letztendliche Frage, für wen ein „Pantoffel-Portfolio“ am besten geeignet ist, lässt sich am besten damit beantworten, wenn man sich seinen eigenen Charakter vor Augen führt. Neigt man eher zum Kontrollzwang und wird nervös, sobald etwas nicht mehr direkt glatt läuft, dann ist eine solche Anlage sehr nervenaufreibend und in den meisten Fällen nicht empfehlenswert. Gleichzeitig werden bei einem „Pantoffel-Portfolio“ die Ruhigen und Geduldigen stets belohnt.

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