Business: Coworking in Großstädten für Kleinunternehmer

0

Keine Frage: vor allem die erste Zeit als Kleinunternehmer kann unglaublich spannend und vielseitig sein. Neben (oft) flexiblen Möglichkeiten, der Suche nach Kunden und dem Schaffen einer eigenen Nische spielt jedoch auch „das liebe Geld“ eine wichtige Rolle für die Kleinunternehmer. Immerhin müssen Rechnungen nicht nur erstellt, sondern andererseits auch gezahlt werden. Die Frage danach, wo sich gegebenenfalls noch Sparpotenzial verbergen könnte, ist hier manchmal allgegenwärtig.

Coworking als günstige, aber souveräne Lösung

Vor allem in Großstädten zeigt sich seit einigen Jahren ein besonderer Trend auf: das Coworking. Hierbei handelt es sich um die Entscheidung, sich mit anderen Menschen ein Büro zu teilen. Neben einer oft geringeren Miete steht für die Kleinunternehmer auch der Faktor Flexibilität und gegenseitiges Inspirieren im Fokus. Daher erklärt es sich in gewisser Weise von selbst, weswegen heutzutage viele Co-Worker Wert darauf legen, dass ihr neuer „Mitmieter“ zumindest aus einer ähnlichen Branche wie sie selbst kommt. Beliebte Kombinationen finden sich hierbei unter anderem auch gerade in der Kreativbranche, wo sich Journalisten nicht selten die Räumlichkeiten mit Designern und Fotografen teilen.

Oftmals ist es so möglich, die Ideen des Schreibtischnachbarn fundiert zu beurteilen und damit Hilfestellung zu geben.

Ein großer Pool an Büromaterialien

Kleinunternehmer wissen, dass auch die Anschaffung des benötigten Büromaterials das Budget belasten kann. Wer allerdings in einem Coworking Space arbeitet, kann auch hier mitunter bares Geld sparen. Klassische Gegenstände, wie zum Beispiel Stempel und die dazugehörigen Kissen, müssen nicht zwangsläufig individuell gestaltet sein. Gekaufte Eingangsstempel oder Buchhaltungsstempel von stempel.shop lassen sich zum Beispiel super von allen Mitgliedern der Bürogemeinschaft nutzen. Dasselbe gilt natürlich auch mit Hinblick auf Schreibwaren, Papier und Co.. Je besser sich die Kleinunternehmer untereinander abstimmen, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich schnell Überschneidungen finden lassen. Diese können dann zum Wohle aller genutzt werden.

Was sollten Kleinunternehmer beim Coworking noch beachten?

Auch wenn sich mit Coworking viele Vorteile verbinden lassen, ist es natürlich wichtig, bestimmte „Grundregeln“ der Zusammenarbeit zu beachten. Unter anderem ist es -gerade im Zuge einer angenehmen Arbeitsatmosphäre- unerlässlich, rücksichtsvoll miteinander umzugehen. Zu lautes Telefonieren, Privatgespräche, eine laute Tastatur oder das Abspielen von Musik können sich hier durchaus auf den Bürofrieden auswirken. Wer sich dementsprechend für das Anmieten einer Bürofläche in einem Raum mit anderen interessiert, sollte sich durch diese Art der Rücksichtnahme nicht eingeschränkt fühlen.

Weiterhin gilt es:

  • frühzeitig zu klären, ob das Büro von allen Mitarbeitern zu jeder Tages- und Nachtzeit betreten werden kann/ darf
  • in Erfahrung zu bringen, ob Versicherungen für den Schutz der technischen Gerätschaften bestehen
  • Laptop und Co. im Zweifel separat wegzuschießen oder nach Feierabend wieder mit nach Hause zu nehmen
  • Aufgaben innerhalb der Bürogemeinschaft am besten gleichmäßig und gerecht zu verteilen
  • (wie immer) auf den Faktor der Kommunikation zu setzen. Viele Probleme lassen sich auch im Coworking Space durch kurze Gespräche klären.

Welche Vorteile bieten Coworking Spaces speziell für Kleinunternehmer?

Kleinunternehmer aus den unterschiedlichsten Branchen können auf vielseitige Weise von den Vorteilen der Coworking Spaces profitieren. Neben der möglichen Geldersparnis in Form einer anteiligen Miete spielen oft die folgenden Punkte eine maßgebliche Rolle, wenn es darum geht, sich für diese beliebte Alternative zum klassischen Home Office zu entscheiden.

  1. Viele Kleinunternehmer arbeiten im Coworking Space produktiver als Zuhause. Dies ist unter anderem durchaus psychologisch zu begründen. Oftmals braucht es die klare Unterscheidung zwischen „Büro“ und „Freizeit“, um sich noch besser auf die jeweiligen Tätigkeiten konzentrieren zu können.
  2. Coworking Spaces in der Großstadt bieten häufig nicht nur Schreibtisch und Arbeitsfläche, sondern unter anderem auch die Möglichkeit, Gäste und Geschäftspartner in einem Meeting Raum zu empfangen. Dies vermittelt einen professionellen Eindruck.
  3. Auch der Austausch der Kleinunternehmer untereinander sollte nicht unterschätzt werden. Denn: viele Menschen fühlen sich im Home Office einsam und ein wenig abgeschottet von der Außenwelt. Durch das morgendliche „Hallo!“ und das „Schönen Feierabend!“ lässt sich die Stimmung nicht selten auch an den ungeliebten Montagen ein wenig aufhellen.

Wer sollte sich für einen Platz im Coworking Büro entscheiden?

Grundlegend handelt es sich bei der Frage „Coworking – ja oder nein?“ unter anderem auch um eine Frage der individuellen Einstellung. Wer seine Work-Life Balance ein wenig besser kontrollieren, Kosten sparen und mit anderen in Kontakt treten möchte, ist gut beraten, dem Coworking Space zumindest eine Chance zu geben. Viele Anbieter räumen ihren Coworkern eine kurze Kündigungsfrist ein und helfen damit dabei, diese neue Erfahrung vergleichsweise unkompliziert austesten zu können. Steht allerdings schon von Vornherein fest, dass der betreffende Kleinunternehmer ohnehin am liebsten allein arbeitet, gern laute Musik hört oder es beispielsweise liebt, aus dem Bett direkt an den Schreibtisch zu „fallen“, stellt das Home Office sicherlich die angenehmere Variante dar.

Dementsprechend ist es sinnvoll, die Vor- und Nachteile der Coworking Lösung gegeneinander abzuwägen und im Zweifel vielleicht auch einfach der Neugierde ein wenig nachzugeben.

About Author