Bitcoin und Co. – Das Potenzial der Blockchain

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Der Höhepunkt des Krypto-Hypes ist scheinbar noch lange nicht erreicht. Zeitweilig hat der Bitcoin an der 20.000 Dollar Marke gekratzt, Anfang des Jahres 2017 lag der Kurs noch bei knapp 1.000 Dollar. Weiterhin ist der Future-Handel mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen erfolgreich angelaufen und auch das Medieninteresse an Kryptowährungen ist nach wie vor enorm.

Von Kursschwankungen erholt

Zwar haben kräftige Kurseinbrüche von bis zu 10% über die Weihnachtstage kurze Zeit für Panik gesorgt, angesichts des massiven Andrangs auf Bitcoin und Co. waren die Schwankungen jedoch vorhersehbar. Mittlerweile hat sich der Bitcoin wieder gefangen und legt wieder leicht zu. Auch andere Kryptowährungen konnten schnell wieder zulegen, althergebrachte Crashmuster von Aktienbörsen scheinen nicht auf Kryptospekulationen übertragbar zu sein.

Dennoch warnen Experten weiterhin vor einer enormen Spekulationsblase der Kryptowährungen. Während in manchen Altcoins enormes Potenzial steckt, sind andere nicht besonders erfolgversprechend, der Markt ist unübersichtlich und wächst rasant.

Nachfrage explodiert

Die Nachfrage nach bestimmten Kryptowährungen ist mittlerweile so hoch, dass Handelsbörsen wie Coinbase immer wieder überlastet und somit nicht erreichbar sind. Manche Experten prophezeien einen Kurs von 100.000 Dollar und mehr für den Bitcoin. Im Windschatten des Bitcoin gibt es allerdings auch weitere Kryptowährungen mit gewaltigen Kursexplosionen und enormem Potenzial für Investoren.

Altcoins auf der Überholspur

Die alternativen Kryptowährungen, auch Altcoins genannt, die nach dem Bitcoin entstanden sind, befinden sich derzeit auf einer wahren Aufholjagd. Allen voran hat der Ripple gewaltige Kurszuwächse verzeichnet. Eine hundertprozentige Steigerung des Wertes von 24 Dollar Cent auf über 50 Dollar hat er vergangene Woche aufs Parkett gelegt. Viele Anleger und besonders auch Spekulanten springen jetzt auf den Zug auf, um möglichst viel vom aktuellen Hype zu profitieren.

Gerade deshalb werden jetzt auch günstige Bitcoin-Konkurrenten verstärkt Ziel der Nachfrage. Insgesamt gibt es mittlerweile mehr als 1.300 verschiedene Kryptowährungen. Und einige sind drauf und dran dem Bitcoin das Wasser abzulaufen.

Ripple XRP

Der Ripple ist ein aussichtsreicher Kandidat. Dabei unterscheidet er sich grundsätzlich von Bitcoin-Prinzip. Im Gegensatz zu Bitcoin ist Ripple keinesfalls darauf aus, gewöhnliche Banken und Fiat-Währungen zu ersetzen oder ihnen Konkurrenz zu machen. Vielmehr will Ripple einen gemeinsamen Weg mit Banken gehen. Beispielsweise können Banken die Ripple Blockchain nutzen, um ihrerseits Kosten zu sparen. Große Konzerne aus dem Silicon Valley und andere prominente Geldgeber sind an dem Unternehmen Ripple Labs beteiligt. Weiterführende Informationen zu Ripple findet man auf foerderportal.at.

Monero XMR

Monero setzt viel wert auf Privatsphäre. Im Gegensatz zu Bitoin ist die Anonymität hier noch einmal höher. Transaktionen werden verschleiert und untereinander vermischt, um öffentlich praktisch nicht nachvollziehbar zu sein. Ein weiterer Unterschied zu Bitcoin: Die Geldmenge ist hier nicht vorher festgelegt, sondern wird stetig erweitert. Dadurch existiert also eine Inflation, die langfristig gegen null tendieren soll.

Ethereum

Ethereum verfolgt den Ansatz, die Blockchain-Technologie als eine Basis für ein Ökosystem zu entwickeln. Dazu sollen unter anderem digitale Stimmabgaben, Crowdsales und allgemein dezentralen, autonom arbeitenden Organisationen ermöglicht werden. Bislang besteht eine funktionierende Plattform für programmierbare Smart Contracts.

Weiterhin gibt es eine Vielzahl weiterer interessanter Altcoins, die alle unterschiedliche Wege verfolgen. Es ist nicht gerade einfach, in diesem sich schnell ändernden Markt den Überblick zu behalten. Getrieben wird der Aufwärtstrend der Altcoins noch sicherlich durch den Bitcoin – aber das könnte sich schnell ändern. Einige der digitalen Währungen werden sich besser als der Bitcoin entwickeln, andere werden gänzlich vom Markt verschwinden.

Fester Bestandteil des technologischen Fortschritts

Letzten Endes ist die Blockchain-Technologie, die vielen Kryptowährungen zugrunde liegt, nicht mehr aufzuhalten. Sie wird auf lange Sicht ein fester Bestandteil des technologischen Fortschritts bleiben. Experten gehen zwar nicht davon aus, dass digitale Währungen traditionelle Währungen gänzlich verdrängen werden, sie werden aber ihre Nische finden und weit verbreitet genutzt werden. Welche Kryptowährungen dies letztlich sein werden, bleibt abzuwarten.

Die Blockchain-Technologie hingegen wird es ermöglichen, viele Dinge, die heute noch zwingend „offline“ gemacht werden, müssen auch online möglich zu machen. Das reicht von rechtsgültigen Vertragsabschlüssen über Immobilienverkäufe bis hin zu Urheberrechtsübertragungen etc. Vertragsschließungen und Eigentumsübertragungen sind heute bereits in Ansätzen bei Ethereum möglich.

Übergeordnete Idee der Blockchain

ermöglichen. Und das ohne Oberaufsicht, ohne aufwendige Verifizierungsverfahren und ohne Gebühren. Banken haben selbstverständlich etwas gegen diese Monopoluntergrabung und versuchen bereits vereinzelt, eigene Blockchain-Projekte auf den Markt zu bringen. Bis Ende 2018 soll ein gemeinsames Blockchain-Projekt von Deutsche Bank, Banco Santander, Barcleys, Credit-Suisse und anderen zur Abwicklung von Finanztransaktionen entstehen, der Utility Settlement Coin.

Somit wird das kommende Jahr 2018 ein besonders spannendes Jahr in Bezug auf die Entwicklung der Kryptowährungen. Ob der Bitcoin die 100.000 Dollar Marke erreichen wird oder nicht, bleibt abzuwarten.

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