Big Data-Mythen: Die häufigsten Fehleinschätzungen von Unternehmen

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Große Datenmengen nach dem Vorbild von „Big Data“ sind in der modernen Wirtschaft die treibende Kraft hinter der Digitalisierung. So bilden verschiedenste Daten die Grundlage für wirtschaftliches Wachstum und damit ebenfalls für gesteigerte Einnahmen. Da die Verarbeitung bzw. Nutzung von komplexen Datenmengen ein relativ junges Tätigkeitsfeld ist, ranken sich in der Praxis viele Mythen um Big Data. Doch welche Mythen sind dabei für Unternehmen besonders fatal?

Was genau ist eigentlich unter dem Begriff Big Data zu verstehen?

Big Data und die Digitalisierung sind eng miteinander verstrickt und werden deshalb oftmals im selben Atemzug genannt. Da der Begriff Big Data unter anderem als Sammelbegriff verwendet wird, ist vielen Menschen nicht sofort klar, was unter dem Schlagwort genau zu verstehen ist. Grundsätzlich sind mit Big Data besonders große Datenmengen gemeint, die mit herkömmlichen Methoden der Datenverarbeitung nicht auswertbar sind. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn die Daten zu komplex oder schnelllebig sind. Auch bei schwach strukturierten Daten geraten konventionelle Methoden schnell an ihre Grenzen. Neben der eigentlichen Definition wird der Begriff Big Data ebenfalls genutzt, um Systeme zu beschreiben, die für die Verarbeitung großer Datenmengen notwendig sind.

Welche Rolle spielt Big Data für Unternehmen?

Da die Digitalisierung vor allem in der Wirtschaft rasant voranschreitet, ist die zielgerichtete Verarbeitung von großen Datenmengen vor allem für Unternehmen wie Anbieter von High-End-Sensoren ein Thema. Grundsätzlich ermöglicht die Verwendung von Big Data eine deutliche Optimierung von Geschäftsprozessen, sodass zum Beispiel Kosten reduziert und der Gewinn maximiert werden kann. Dies ist auch ein Grund dafür, warum die Nutzung großer Datenmengen im Hinblick auf den Wettbewerb immer mehr an Bedeutung gewinnt. Laut diversen Marktforschungsstudien ist davon auszugehen, dass sich die Menge an Daten in den nächsten 5 bis 6 Jahren verzehnfachen wird.

Der daraus resultierende Druck auf Unternehmen hat jedoch oftmals vorschnelle und kostspielige Fehlentscheidungen zur Folge, die nicht selten auf Mythen zurückzuführen sind.

Die 4 größten Mythen im Zusammenhang mit Big Data

Mythos 1: Alle Daten sind identisch

Einer der größten Mythen im Hinblick auf Big Data ist die Tatsache, dass Unternehmen der Meinung sind, alle Daten seien gleich wertvoll. So werden Daten in Bezug auf ihre Wertigkeit oftmals falsch klassifiziert und in der Folge unzureichend bzw. zu stark abgesichert. Das Resultat sind nicht nur Probleme bei der Datensicherheit, sondern ebenfalls unnötige Kosten.

Mythos 2: Die Masse macht den Unterschied

Der Grundsatz „Viel hilft viel“ ist leider auch bei der Verarbeitung von Daten ein weitverbreiteter Trugschluss. So zeigen Untersuchungen deutlich, dass in vielen Organisationen Daten gespeichert werden, die nur eine geringe oder sogar keine Relevanz für die Tätigkeit des Unternehmens haben. Auf globaler Ebene kostet die Speicherung solcher Daten Unternehmen im Jahr ganze 20,5 Millionen Dollar mehr.

Mythos 3: Datenpannen passieren nur anderen

Ein Blick in die Strukturen vieler Unternehmen zeigt, dass Datenpannen als Gefahr nicht ernst genug genommen werden. So haben im Schnitt nur 42 Prozent aller Unternehmen einen Notfallplan für Szenarien dieser Art. Da in Zeiten von steigender Cyberkriminalität die Gefahr von Pannen dieser Art stetig zunimmt, drohen hier im Ernstfall horrende Mehrkosten.

Mythos 4: Cloud-Speicher ist ohne Kosten verbunden

Die wachsende Beliebtheit von Cloud-Speichern hat dazu geführt, dass sich die Menge an ausgelagerten Datenmengen in der jüngsten Vergangenheit vervielfacht hat. Jedoch sollten Unternehmen hier vorsichtig agieren, da es den vermeintlich kostenlosen Cloud-Speicher so nicht gibt. Beispielsweise entstehen von Anfang an Migrationsaufwände, welche mitunter von Anbietern zu Monetarisierung genutzt werden.

Schlusskommentar

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass im Zusammenhang mit Big Data zahlreiche, sowie zum Teil gefährliche Mythen zirkulieren. Damit das eigene Unternehmen am Ende nicht einem dieser Mythen auf den Leim geht, sollte jede Entscheidung im Bereich Big Data ausgiebig geprüft werden.

 

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