Warum konzentrieren sich Betriebe auf die Umsatzrendite?

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Renditen sind immer positiv. Das gilt für Unternehmen und natürlich auch für Anleger von Aktien. Doch was versteht man unter dem Begriff Umsatzrendite? Welchen Einfluss hat die Umsatzrendite auf den Betrieb? Kann die Umsatzrendite gesteigert werden?

Was ist eigentlich die sogenannte Umsatzrendite?

Die Umsatzrendite, die auch als Umsatzrentabilität bezeichnet wird, ist eine Kennziffer, die am Ende das Verhältnis des Gewinnes zum erzielten Umsatz eines Betriebes zeigt. Sie gibt des Weiteren auch einen Einblick, wie hoch der Gewinn eines Unternehmens ist, das einen bestimmten Umsatz erzielen konnte. Zu beachten ist natürlich das Zeitfenster. Viele Unternehmen berechnen die Umsatzrendite nur einmal im Jahr, während es auch Betriebe gibt, die derartige Berechnungen alle drei Monate oder auch jedes halbes Jahr durchführen.

Werden mehrmals pro Jahr derartige Berechnungen durchgeführt, so will sich der Betrieb vergewissern, dass Marketing-Strategien oder neue Produkte auch tatsächlich erfolgversprechend sind. Zeigt die Umsatzrendite, dass es keine positiven Veränderungen gab, so kann noch rechtzeitig reagiert werden, bevor mitunter eine negative Jahresbilanz präsentiert werden muss.

Die Berechnung

Die Umsatzrendite wird mit folgender Formel berechnet:

Umsatzrendite = Gewinn / Umsatz

Wird der Dezimalwert mit 100 multipliziert, so wird die Umsatzrendite in weiterer Folge in Prozent ermittelt. Liegt der Gewinn des Unternehmens bei 1,9 Millionen Euro, wobei der Umsatz bei 12 Millionen Euro liegt, würde folgende Rechnung angewandt werden:

Umsatzrendite = 1.900.000 Euro (Gewinn) / 12.000.000 Euro (Umsatz) * 100

Die Umsatzrendite würde in diesem Beispiel also 15,8 Prozent betragen – ein sehr guter Wert, der für eine hohe Wirtschaftlichkeit und Rentabilität spricht. Würde der Gewinn 800.000 Euro betragen und der Umsatz bei 4 Millionen Euro liegen, so läge die Umsatzrendite bei 20,0 Prozent. 2015 lag die Umsatzrendite des deutschen Mittelstandes bei 7,3 Prozent, wobei wissensintensive Dienstleistungen (12,8 Prozent) und die Baubranche (7,9 Prozent) die „Gewinner“ waren.

Der Vorteil einer hohen Umsatzrendite

Unternehmen, die eine hohe Umsatzrendite haben, genießen mehrere Vorteile. Schlussendlich liefert die Umsatzrendite auch den Beweis, dass das Unternehmen wirtschaftlich gut aufgestellt ist. Das Ziel eines jeden Unternehmens? Eine hohe Umsatzrendite. Am Ende muss also der Gewinn gesteigert werden, wenn man eine bessere Umsatzrendite erreichen will. Gewinnsteigerungen erfolgen durch neue Produkte, eine neue Marketing-Strategie oder auch durch optimierte Arbeitsprozesse.

Die Umsatzrendite muss aber nicht nur einmal im Jahr berechnet werden; mitunter gibt es auch kürzere Zeitintervalle, die dem Betrieb eine Übersicht geben, wie hoch die Umsatzrendite ist. So kann die Berechnung alle drei Monate, halbjährlich oder auch jährlich stattfinden.

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