Private Krankenversicherung aktuell zu teuer? Tarifwechsel als Sparchance

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Die Tarife privater Krankenversicherungen sind in vielen Fällen nach einigen Jahren veraltet. Leistungskataloge verändern sich, Beiträge werden nach oben angepasst. Oft verschlechtern sich unmerklich die Versicherungsbedingungen im Laufe vieler Jahre. Durch gründlichen Vergleich ist es allerdings möglich, für weniger Beiträge bessere Leistungen mit einem angepassten Tarif zu erhalten. Der Tarifwechsel ist übrigens kostenlos möglich.

Gute Gründe für einen Tarifwechsel der Privaten Krankenversicherung

Ein Tarifwechsel wird in einer privaten Krankenversicherung nicht durch Wechsel des Versicherers, sondern durch Wechsel in eine andere Leistungsklasse vorgenommen. Immer dann, wenn zum bisherigen Beitrag neue Leistungskataloge mit mehr Leistungen angeboten werden, sollten Kunden den Wechsel prüfen. Auch bei drastischem Beitragsanstieg in den letzten Jahren besteht das Recht, vom Versicherer alternative Tarife anzufordern und sich für einen eventuell günstigeren zu entscheiden.

Eine erneute Gesundheitsprüfung darf der Versicherer dafür nicht verlangen. Ebenso entstehen für die Beratung vorher und den Wechsel selbst keinesfalls Kosten. Je nach bisherigem Vertrag kann es vorkommen, dass bislang bezahlte Leistungen gar nicht nötig oder nicht gewünscht sind. Durch den Tarifwechsel in eine private Krankenversicherung ohne solche nicht gewünschten Leistungen lässt sich monatlich und auf lange Sicht viel Geld sparen.

Anders herum kann sich ein höherer Beitrag durchaus rentieren, falls das Schutzbedürfnis der Versicherten steigt. Die Versicherer sehen Tarifwechsel nicht gerne, da sie häufig von älteren Verträgen profitieren. Dennoch müssen sie schriftlich Wechselvorschläge machen und dürfen nicht auf Gebühren oder Zuschlägen beharren.

Vor dem Wechsel Leistungen und Tarife gründlich vergleichen

Zugegeben ist ein Zeitaufwand nötig, um sich durch die große Zahl der Tarife zu arbeiten. Aber jedes Detail ist wichtig, damit der PKV Tarifwechsel nicht zu Leistungseinbußen führt. Wer sich den Durchblick in diesem Tarifdschungel nicht selbst zutraut, sollte einen Honorarberater hinzuziehen. Dieses einmalig investierte Geld macht sich im Laufe der Versicherungsjahre hundertfach wieder bezahlt. Auf solche Vergleichsaspekte sollte bei jeder privaten Krankenversicherung speziell geachtet werden:

  • Gibt es beim Tarifwechsel für die Anspruchsberechtigung der neuen Leistungen Wartezeiten? (Private Krankenversicherungen dürfen so vorgehen, doch nicht jeder Versicherer besteht darauf)
  • Wird trotz nicht erhöhtem Risiko des Versicherten ein Risikozuschlag verlangt? (Auch zu diesem Zuschlag sind die Privaten Krankenversicherungen berechtigt)
  • Verlangt die private Krankenversicherung vor dem Tarifwechsel eine erneute Gesundheitsprüfung? (Dies ist nicht riskant und meistens für den gewünschten neuen Tarif von Vorteil)
  • Wie hoch fällt der Selbstbehalt im neuen Tarif aus? (dabei sollte auch auf die Höhe der Erstattung beispielsweise bei Zahnersatz geachtet werden)
  • Handelt es sich beim neuen Tarif um einen Bisex- oder einen Unisex-Tarif? (Achtung: Unisex-Tarife sind nur bedingt vorteilhaft!)
  • Wie entwickeln sich nach Tarifdynamik die Beiträge im neuen Tarif langfristig? (eine Beitragserhöhung findet immer statt, sollte jedoch im angemessenen Verhältnis zu den angebotenen Leistungen stehen)

Fazit

Seit einigen Jahren ist es möglich, innerhalb einer privaten Krankenversicherung den Tarif zu wechseln. Vor allem bei älteren Verträgen lässt sich dabei langfristig viel Geld bei gleicher Leistung sparen. Doch beim Tarifvergleich privater Krankenversicherungen sollte außer auf Beiträge und Leistungen auch auf offene oder versteckte Zuschläge oder Wartezeiten von Ansprüchen geachtet werden.
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