Gut geplant in die Ausbildung investieren – Kreditformen für Azubis

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Der Start in eine Ausbildung stellt Jugendliche direkt ab Schulabschluss vor mehrere Probleme. Häufig wird eine eigene Wohnung benötigt, weil der Ausbildungsplatz vom bisherigen Wohnsitz nur schwer erreichbar ist. Vielfach kann der Traumberuf auch nur mit Hilfe von Führerschein und eigenem Fahrzeug erlernt werden. Kreditformen für Auszubildende sollten dafür gut verglichen und straff kalkuliert werden.

Fördermöglichkeiten für den geplanten Bildungsweg ausschöpfen

Bund und Länder bezuschussen die Ausbildung junger Menschen vor allem in der Erstausbildung unterschiedlich. Es gibt beispielsweise das Schüler-BaFöG für Azubis und Studenten bis zum 30. Lebensjahr. Zusätzlich kann diese Förderung durch einen Bildungskredit des Bundes besser als durch andere Kreditformen für bis zu 24 Monate beansprucht werden.

Altersunabhängig kann auch der Anspruch auf Förderung nach dem AFBG – Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz – geltend gemacht werden. Er gilt bis zu 24 Monate und berücksichtigt die tatsächlichen Ausgaben für die Ausbildung. Für höchstens sechs Jahre ab Ausbildungsbeginn muss keine Rate auf das Darlehen bezahlt werden. Auch Zinsen fallen während dieser Zeit nicht an.

Der europäische Sozialfonds möchte auch solche Azubis mit längerfristigen Schwierigkeiten beim Finden einer Lehrstelle unterstützen. Dieses Zusatzgeld kann nicht die komplette Finanzierung einer Ausbildung leisten, ergänzt diese aber bei sozial schlechter gestellten Personenkreisen.

Vergleich möglicher Kreditformen für Auszubildende

Die Vor- und Nachteile der hier genannten Kreditformen können individuell variieren. Ein gut kalkulierbarer Vergleich der Konditionen und Kreditbedingungen lohnt sich vor der Entscheidung für die Finanzierungsform bei Kreditvergleich-24. Diese folgenden Varianten können hilfreich beim Start in die Lehrzeit sein:

  • Ratenkredit: Die Kreditsumme steht in einem Betrag zur Verfügung. Allerdings belasten die monatlichen Raten das knappe Budget stark. Es sollten längere Laufzeiten gewählt werden, um sich nicht während der Ausbildung in neue Engpässe zu begeben.
  • Dispokredit: Nur, wenn gar keine anderen Möglichkeiten bestehen, kann möglichst geringfügig zu dieser Kreditform geraten werden. Denn hierbei entstehen überdurchschnittlich hohe Zinsen, welche zu neuen Schulden führen können.
  • Förderkredit der KfW: Diese Bank vergibt sehr günstige Kredite, allerdings nur an Azubis in der letzten Ausbildungsphase. Zudem wird der Kredit nur in kleineren Teilbeträgen ausgegeben.
  • Privatkredite: Azubis stellen ihre Kreditwünsche als Projekt auf einer Plattform für private Investoren vor. Von dort wird je nach Darstellung ein – wenn auch wenig günstiges – Darlehen ausgegeben.

Kreditzusagen durch diese Abwägungen verbessern

Schüler vor Ausbildungsstart sollten sorgsam überlegen, ob und in welcher Höhe sie finanziell durch einen Kredit in die Zukunft investieren möchten. Die Eltern oder ältere, beschäftigte Verwandte als Bürgen erhöhen die Kreditchancen ebenso wie ein konkret aufgeführter Verwendungszweck. Je geringer die benötigte Geldsumme, desto eher sind Kreditgeber zur Vergabe bereit. Schließlich sollte erst nach der Probezeit am Lehrplatz ein Kredit beantragt werden. Vorher ist eine Absage wahrscheinlicher, auch bei Privatinvestoren.

Fazit

Kredite für Auszubildende sind für Jugendliche ohne Erspartes eine gute Zukunftsinvestition. Doch nicht jede Kreditform ist gleich günstig und langfristig ausreichend überschaubar. Bei allen Möglichkeiten sollte der beantragte Kredit zum Schutz vor einer Frühverschuldung möglichst klein gehalten werden.

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