Der Weg aus der Schuldenfalle – Hilfe zur Planung

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Wer seine Schulden abbauen möchte, der sollte sich im Vorfeld die Frage beantworten, um welche Schulden es sich überhaupt handelt. Zu Beginn ist also eine Bestandsaufnahme notwendig – es werden die bestehenden Schulden und auch die regulären Ausgaben, die Monat für Monat anfallen, addiert. Wichtig ist, dass alle Posten notiert werden, die auch tatsächlich anfallen. Kleinere Dinge, die nur hin und wieder anfallen, können unter einen Extra-Posten („Sonstiges“) angeführt werden.

Die Planungsphase

Wer nach der Bestandsaufnahme weiß, welche Haushaltsposten tatsächliche „Sorgenkinder“ sind, sollte mit der Planungsphase beginnen. Mietvorschreibungen, Lebensmittel oder Energiekosten können nicht gestrichen oder reduziert werden; der Hebel sollte also bei jenen Kosten angelegt werden, die für die größten Probleme sorgen. Bestehen ein oder mehrere Kredite, kann in weiterer Folge eine Umschuldung ratsam sein.

Vor allem dann, wenn zwei, drei oder gar vier Kredite bedient werden müssen, kann ein neuer Kredit, der die bestehenden Finanzierungen ablöst und zusammenfasst, für ein Kostenersparnis sorgen. Schlussendlich müssen nur noch die Zinsen für einen Kredit bezahlt werden. Zu beachten sind aber etwaige Bearbeitungsgebühren oder sonstige Nebenkosten, die im Zuge einer Umschuldung anfallen können. Des Weiteren ist wichtig, dass der neue Kredit auch tatsächlich günstiger als die bestehenden Finanzierungen ist.

Um sicher zu sein, dass ein günstiger Umschuldungskredit angeboten wurde, sollte ein Vergleich durchgeführt werden. Wer also seine Finanzierungen mittels Umschuldungskredit zusammenfassen möchte, sollte mehrere Kreditangebote einholen und diese in weiterer Folge miteinander vergleichen. Dabei ist aber nicht nur die monatliche Rate von Entscheidung – auch die Gesamtbelastung, die am Ende der Kreditlaufzeit entstanden ist, spielt eine wesentliche Rolle.

Die Kontaktaufnahme mit den Gläubigern

Sofern größere Verbindlichkeiten bestehen, die in naher Zukunft kaum beglichen werden können, sollte man Kontakt mit den Gläubigern aufnehmen. Viele Gläubiger stimmen Ratenzahlungen zu – schlussendlich ist es ihnen lieber, wenn sie das Geld später als überhaupt nicht erhalten. Natürlich müssen etwaige Ratenvereinbarungen, die gemeinsam mit den Gläubigern getroffen wurden, auch eingehalten werden.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass keine monatlichen Rückzahlungssummen vereinbart werden, obwohl der Schuldner schon im Vorfeld weiß, dass er diese Raten nie bezahlen kann. Wer mitunter Angst vor einer Kontaktaufnahme hat oder unsicher ist, ob er die Verhandlungen auch alleine erfolgversprechend abschließen kann, sollte einen Finanzexperten kontaktieren oder die Schuldnerberatung aufsuchen.

Finger weg von „Null-Prozent-Finanzierungen“ und anderen Schuldenfallen

Natürlich fährt sich der neue Wagen besser und selbstverständlich ist das neue Smartphone optisch ansprechender. Dennoch sind „Luxusgüter“ eine finanzielle Belastung – wer seine monatlichen Ausgaben kaum noch mit den Einnahmen decken kann, sollte auf teure Anschaffungen verzichten. Auch etwaige „Null-Prozent-Finanzierungen“ sind nicht ratsam, da es dennoch eine monatliche Zusatzbelastung gibt, die in weiterer Folge getragen werden muss. Zudem steigt auch keinesfalls die Lebensqualität, nur weil jetzt neue und bessere Geräte gekauft wurden. Die Lebensqualität steigt nur dann, wenn auch die Schulden abgebaut wurden.

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